Solidarität gewinnt!

Im Zuge der Corona-Pandemie greifen die Arbeitgeber tarifliche Errungenschaften an. Unsere Antwort: Solidarität und Widerstand. Keine Krisen-Bewältigung auf Kosten der Beschäftigten!

Solidarität gewinnt! Keine Krisen-Bewältigung auf Kosten der BeschäftigtenSolidarität gewinnt! Keine Krisen-Bewältigung auf Kosten der Beschäftigten

15. März 2021

Das Best-of zum Digi-Warnstreik

Du hast den digitalen Warnstreik verpasst oder musstest früher los? Dann haben wir hier ein Best-of mit den besten Szenen für Dich zum Nachsehen.

Zeig' das Video auch Deinen Kolleginnen und Kollegen, die nicht dabei waren. Und bekräftige damit, wie cool und modern die IG Metall ist und dass es sich lohnt, Teil dieser großen Gemeinschaft zu sein.

Zusammenschnitt des Digi-Warnstreiks
Langfassung des Digi-Warnstreiks

Jetzt Mitglied werden!

Jetzt Kolleginnen und Kollegen werben!

Externer LinkIG Metall: Mitglied werden!

Du willst sichere, gute und fair bezahlte Arbeit?
Wir auch.

Dafür kämpfen wir als IG Metall jeden Tag.

Wir sind über 2,2 Millionen Mitglieder und setzen uns konsequent für faire Einkommen, gute Arbeitsbedingungen und mehr Gerechtigkeit ein.

Werde Teil dieser starken Gemeinschaft!

08. März 2021

Solidarität gewinnt!

Dieses Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 110 Jahre Internationaler Frauentag.

Im Jahr 1911 begingen unsere Vorkämpferinnen, Frauen aus der Arbeiterbewegung, zum ersten Mal den Internationalen Frauentag.

Ihr Ziel war damals das Wahlrecht für Frauen.

Das Wahlrecht für Frauen wurde im Jahr 1918 erstritten.

Seither gab es viele positive Veränderungen, doch nach wie vor haben Frauen häufig nicht die gleichen Möglichkeiten wie Männer.

Heute geht es um bessere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, Entgeltgerechtigkeit, Vereinbarkeit und um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft.

Besonders während der Corona-Pandemie wurde sichtbar, dass die klassische Hausarbeit überwiegend von den Frauen erledigt wird.

Zum Internationalen Frauentag gibt es diesen Megafon Spezial, der sich nur den Frauen widmet. Selbstverständlich sind auch alle Männer herzlich eingeladen weiterzulesen :-) Allen Kolleginnen und Kollegen, die sich tagtäglich für die Gleichstellung stark machen, möchten wir Danke sagen!

Solidarität gewinnt mit starken Frauen!

Das vergangene Jahr hat uns mit voller Wucht getroffen. Bestehende Ungerechtigkeiten werden durch die Corona-Krise noch verschärft.

Dies zeigt sich auch beim Thema Gleichstellung. Es zeigt sich aber auch: Solidarität ist unverzichtbar!

In diesem Jahr begehen wir den 110. Internationalen Frauentag.

Was wir in dieser Zeit erreicht haben, hat uns stärker gemacht. Lasst uns gemeinsam noch stärker werden - denn Zukunft gibt es nur mit uns!

Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir uns bewegen.

In der aktuellen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie treten wir an, um unsere Zukunft zu sichern.

Wir fordern die Unternehmen auf, in die Standorte zu investieren. Nur wenn wir gut aufgestellt sind, kommen wir heil aus der Krise.

Schließungen, der Abbau von Arbeitnehmer*innenrechten und Sparkurse sorgen für die Verschärfung von Ungerechtigkeiten und soziale Instabilität.

Zukunft nur mit uns!

Aus 110 Jahren Frauentagsgeschichte lernen

Als Clara Zetkin 1910 das Wahlrecht für Frauen forderte, sah die Welt noch anders aus. Frauen hatten so gut wie keine Rechte.

Clara Zetkin (links) mit Rosa Luxemburg im Jahr 1910 - Bild WikipediaClara Zetkin (links) mit Rosa Luxemburg im Jahr 1910

Wir können aus den Errungenschaften der letzten 110 Jahren lernen: Durch ihren Zusammenhalt, internationale Solidarität und revolutionäre Forderungen haben Frauen ihre Interessen durchsetzen können.

Ein paar Beispiele:

  • Freies, gleiches und geheimes Wahlrecht (1918)
  • Mutterschutzgesetz (1950 DDR, 1952 BRD)
  • Volle Geschäftsfähigkeit der Frau (1949 DDR, 1969 BRD)
  • Abtreibung wird nicht mehr strafrechtlich verfolgt (1972 DDR, 1976 BRD)
  • Frauenquoten in verschiedenen Bereichen (seit 1980er Jahren in der BRD, keine Quoten in der DDR)
  • Vergewaltigung in der Ehe steht unter Strafe (seit 1997 BRD, auch in der DDR stand das nicht unter Strafe)
  • Männer dürfen Elternzeit nehmen (2007)
  • Entgelttransparenzgesetz (2017)

Jetzt müssen wir dranbleiben

Die Corona-Krise hält das Brennglas auf gleichstellungspolitische Probleme: Frauen bleiben häufiger als Männer zu Hause, um die Kinderbetreuung sicherzustellen oder Pflegetätigkeiten nachzukommen. Sie sind damit we­niger präsent in den Betrieben.

Die möglichen Folgen: die Entgeltlücke wird größer, die Frauenerwerbstätigkeit sinkt, Vereinbarkeitserfolge verschwinden und Frauen in Führungspositionen werden weniger. Das würde zum Bumerang für die gesamte Gesellschaft.

Die IG Metall setzt sich aktiv dafür ein, dass Frauen nicht als Verliererinnen aus dieser Krise gehen!

Sei dabei! Webtalk zum Internationalen Frauentag

Webtalk am 08. März von 17:30 bis- 19:00 Uhr: "Eine Frau allein ist stark - Zusammen haben wir Macht!"

In diesem Webtalk diskutieren Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, und Prof. Aysel Yollo-Tok, Vorsitzende der Sachverständigenkommission für den 3. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, sowie verschiedene betriebliche Kolleginnen über folgende Themen:

  • Wie sieht eine geschlechtergerechte Zukunft aus und wie kämpfen wir dafür?
  • Welchen Beitrag leisten Tarifverträge für mehr Gleichstellung?
  • Welche Chancen und Risiken bringen Homeoffice und Digitalisierung für Frauen?

Livestream unter:
www.facebook.com/IGMetallFrauen

19. Februar 2021

Verhandlungsergebnis in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Externer LinkDas Tarifergebnis als Plakat

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich IG Metall und Arbeitgeberverband in der vierten Verhandlungsrunde auf einen Kompromiss in der laufenden Tarifrunde geeinigt.

Zuvor hatten die Beschäftigten mit Warnstreiks und Aktionen ihren Forderungen Nachdruck verliehen.

In insgesamt 14 Betrieben aus zehn Geschäftsstellen gab es Anfang Februar Aktionen, daran haben sich über 2.600 Beschäftigte beteiligt.

Ivan Curkovic, Mitglied der Verhandlungskommission, zeigte sich zufrieden mit dem Abschluss:

Ohne den großen Einsatz der Beschäftigten wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen. In unserer Aktions- und Warnstreikwoche haben wir den Druck auf die Arbeitgeber erfolgreich erhöht und gezeigt, dass wir trotz Pandemie mit neuen und Corona-konformen Aktionsformaten handlungsfähig sind.

Das Tarifergebnis als Plakat oder als Flugblatt (PDF-Dateien).

Sei dabei! TARIFAUFTAKT LIVE am 1. März

Eine Tarifbewegung in besonderen Zeiten erfordert besondere Maßnahmen.

Deshalb findet am 1. März 2021 zum Ende der Friedenspflicht der große bundesweite Tarifauftakt als Livestream statt.

Alle - Aktive, Mitglieder und Beschäftigte - kommen zusammen und zeigen: Wir stehen geschlossen hinter den Forderungen, wir meinen es ernst und wir sind bereit, dafür zu streiten.

Service: Plakat für's Schwarze Brett (PDF-Datei).

Externer LinkPlakat zum Tarifauftakt

Digitaler Warnstreik: Mitmachen, Weitersagen!

Externer LinkInformationen zum digitalem Warnstreik

Am 12. März ruft die IG Metall Baden-Württemberg zum ersten digitalen bezirksweiten Warnstreik auf.

Geboten wird ein buntes Programm aus Information und Unterhaltung - mit Studiogästen, aktuellen Infos zum Stand der Tarifrunde, Live-Cooking mit Bezirksleiter Roman Zitzelsberger und vielem mehr.

Detaillierte Informationen zum Ablauf und zum Mitmachen findet Ihr hier (PDF-Datei).

Viele Sein. Stärker werden!

Werbeaktion Tarifbewegung 2021

Begleitend zu den Tarifrunden gibt es die Werbeaktion "Viele sein. Stärker werden".

Wer im Aktionszeitraum 25. Januar bis 30. April 2021 neue Mitglieder gewinnt, bekommt für jede Neuaufnahme einen Aktionscode. Mach' mit und trage einen Teil dazu bei, dass wir stärker werden!

Mehrfachwerberinnen und Mehrfachwerber bekommen für jede Neuaufnahme einen Code. Als Dankeschön bieten wir diesmal eine kleine Auswahl an hochwertigen T-Shirts, Hoodies und Sweatshirts mit IG Metall-Logo an.

Mit dieser Auswahl an Produkten kommen wir dem vielfach geäußerten Wunsch unserer Werberinnen und Werber nach, die IG Metall im Betrieb sichtbar zu machen. Wie schon bei der Endspurtaktion gibt es wieder für jede einzelne Werbung einen Aktionscode.

Zusätzlich bieten wir diesmal an, dass Mehrfachwerberinnen und Mehrfachwerber ihre Codes kombinieren und auch höherwertige Geschenke bestellen können:

  • Für je einen Aktionscode kann ein klassisches T-Shirt bestellt werden,
  • für je zwei Aktionscodes gibt es wahlweise einen Hoodie, ein Poloshirt oder ein Sweatshirt.

Die Bestellerinnen und Besteller können dabei jeweils aus mehreren Farben, allen gängigen Größen und Herren- bzw. Damenmodellen auswählen. Die Lieferanten sind entsprechend den Einkaufsrichtlinien der IG Metall geprüft.

Wir weisen wieder explizit auf die Möglichkeit hin, dass Aktionscodes weitergegeben werden können, zum Beispiel an das neu geworbene Mitglied.

Dadurch, dass die neuen Mitglieder durch ihre Werberinnen und Werber mit Produkten versorgt werden können, wird zudem gleich zu Beginn der Mitgliedschaft eine Bindung der Neuen hergestellt.

Zum Prozess

Die Aktionscodes werden per Post versendet und können auf einer eigenen Shopseite eingelöst werden.

Bei der Bestellung werden verschiedene Farben, Größen und Modelle angeboten. Die Textilien werden nach der Bestellung mit einem gestickten IG Metall-Logo veredelt und dann versendet.

Retouren und Rücksendungen der bestellten Produkte sind daher nicht möglich. Für die Werberinnen und Werber entstehen keine Kosten.

Als Absender der Anschreiben mit den Aktionscodes tritt der IG Metall Vorstand mit dem Fachbereich Mitglieder/Beiträge und Leistungen auf.

Betriebe in Gremienwerbung

Auch Werberinnen und Werber aus Betrieben in Gremienwerbung bekommen Aktionscodes zugesendet.

Wir empfehlen daher, während des Aktionszeitraums grundsätzlich den*die tatsächliche*n Werber*in für die Neuaufnahme einzutragen.

Denn: Wenn bei der Aufnahme der geworbenen Mitglieder in MDB immer die*der gleiche Werber*in eingetragen wird - was bei Betrieben in Gremienwerbung mancherorts gängige Praxis ist - bekommt diese*r Werber*in alle Aktionscodes zugesendet und muss sich dann gegebenenfalls um die Verteilung derselben kümmern.

22. Januar 2021

Tarifverhandlung M+E: Verhärtete Fronten

Externer LinkPressemeldung zur Tarifverhandlung

Nach der zweiten Verhandlung in der Metall- und Elektroindustrie-Tarifrunde bleiben die Fronten verhärtet.

Roman Zitzelsberger, IG Metall-Bezirksleiter:

Unsere Vorschläge zur Lösung der Corona-Krise und der Transformation haben die Arbeitgeber weitgehend ignoriert. Stattdessen haben sie Forderungen bekräftigt, die einzig die Verschlechterung tariflicher Standards zum Ziel haben. So geht keine Zukunft und so geht man nicht mit seinen Beschäftigten um!

Weitere Informationen im YouTube-Video und in der Pressemeldung zur Tarifverhandlung.

Tarifverhandlung Textil und Bekleidung

Die zweite Verhandlung in der Tarifrunde Textil und Bekleidung ist ergebnislos vertagt worden. Die Arbeitgeber sind kein bisschen auf unsere Forderungen eingegangen.

Jetzt erwarten wir ein verhandlungsfähiges Angebot, ansonsten antworten wir mit coronakonformen betriebliche Aktionen und Warnstreiks ab dem 1. Februar.

Die Tarifnachrichten und das Forderungsplakat als PDF-Datei.

Datei ladenForderungsplakat: PDF-Datei

Jugend-Arena 2021

Ihr entscheidet live mit!

Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2021 wollen wir mit Vertreterinnen und Vertretern der Jungparteien über unsere Themen diskutieren.

Neu ist, dass Ihr live entscheidet, wer mit wem über welche Themen spricht. Ihr sitzt am Buzzer!

Mit dabei sind:

  • Linksjugend ['solid] Baden-Württemberg
  • Jusos Baden-Württemberg
  • Grüne Jugend Baden-Württemberg
  • Junge Liberale Baden-Württemberg
  • Junge Union Baden-Württemberg

Am Mittwoch 27.01.2021 ab 17:00 Uhr auf Facebook und YouTube.

Praxisbeispiel: Qualifizierung bei der RAFI GmbH & Co. KG - mit Herzblut und guten Regeln gestaltet

Qualifizierung im Betrieb zu stärken, das ist ein politisches Ziel der IG Metall. Gerade in Zeiten von Kurzarbeit und der Transformation ist das Thema besonders wichtig.

Hier haben wir ein Beispiel aus der betrieblichen Praxis, wie Qualifizierung aussehen kann.

Seit längerem war es mein Wunsch, eine Ausbildung zu machen und mich somit beruflich weiterzuentwickeln. Ich hatte riesiges Glück, dass die Firma RAFI mir diese Chance gegeben hat.

Tanja Sereda, Umschulung zur Industriekauffrau

Stillstand ist Rückschritt - daher wollte ich nach meiner Ausbildung nochmals neues Fachwissen erlernen und entschloss mich deshalb dazu, eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Techniker zu absolvieren. RAFI unterstützt mich dabei, sowohl finanziell als auch auf fachlicher Ebene und eröffnet mir dadurch bei der internen Stellensuche neue Chancen und Möglichkeiten. Ich würde diesen Weg jeder Zeit wieder gehen.

Patrick Off, Werkzeugmacher

Qualifizierung immer bedeutsamer geworden

Qualifizierung bei RAFI ist ein sozialpartnerschaftliches Thema und ist für den Betrieb in den vergangenen Jahren immer bedeutsamer geworden.

Insbesondere die demografische Entwicklung, die Transformation im Betrieb sowie die mangelnden Fachkräftepotenziale in der Region sind dafür ausschlaggebend.

Wichtig für den Betriebsrat und den Personalleiter dabei: Qualifizierung gibt es für alle Beschäftigtengruppen. Und: Alle die bereit sind, die Veränderungen mitzugehen, bekommen durch eine Qualifizierung die Chance, auf neuen Arbeitsplätzen oder für veränderte Aufgaben eingesetzt zu werden.

Das zahlt sich auch in den sehr positiven Bewertungen als Ausbildungsbetrieb und als Arbeitgeber aus.

SymbolbildPraxisbeispiel: Qualifizierung

Qualifizierung läuft - dafür wurden Rahmenbedingungen geschaffen

Das Unternehmen hat in den letzten zehn Jahren eine Reihe von Rahmenbedingungen gestaltet, die die Bedeutung der Qualifizierung deutlich machen: Dazu gehört ein umfangreiches Bildungsprogramm mit einem eigenen Schulungszentrum mit Kursen zu SAP, Excel, Englisch, Löttechnik, etc.

Das Bildungsprogramm sowie die Rückmeldungen der Beschäftigten werden einmal im Jahr ausführlich von Betriebsrat und Personalentwicklung erörtert und fortentwickelt.

Der Betriebsrat hat dabei das Ohr an der Belegschaft und kann damit deren Erfahrungen gut einbringen.

Positive Wirkung hatte auch eine Regelung im Anerkennungstarifvertrag: Dort ist festgehalten, dass 0,5 Stunden pro Woche in einen Qualifizierungstopf gegeben werden (maximal 23 Stunden pro Jahr).

Diese Regelung wird sehr aktiv genutzt und ist daher ein Mehrwert für Unternehmen und Beschäftigte.

Un- und Angelernte können einen Ausbildungsabschluss machen

In der Krise 2008/2009 hat RAFI angefangen, das WeGeBau-Programm der Agentur für Arbeit zu nutzen, um für un- und angelernte Beschäftigte bei RAFI einen Ausbildungsabschluss zu ermöglichen. Heute nutzen sie dafür das Qualifizierungschancengesetz.

Der Förderweg ist dabei nach Erfahrung des Personalleiters nicht immer einfach - aber es lohnt sich in der Summe.

Motivation dafür: Entwicklung und Bindung von Fachkräftepotenzial, da Bewerbungen auf klassische Ausbildungsplätze weniger werden und die Bindung der jungen Beschäftigten an den Betrieb nicht so stark ist, wie von langjährigen Beschäftigten.

Seit über zehn Jahren gehen also jährlich zwei bis drei Beschäftigte in die "Nachqualifizierung" in den Ausbildungsberufen, die RAFI selbst anbietet und braucht.

Dazu gehören unter anderem Industriekaufleute, Elektroniker für Geräte und Systeme, Fachinformatiker, Fachkräfte für Lagerlogistik, Industriemechaniker, Technische Produktdesigner, Verfahrensmechaniker sowie Werkzeugmechaniker.

Nachqualifizierung ist, so sagen Betriebsrat und Personalleiter, kein einfaches Brot.

Zum einen weil die Ausbildungszeit deutlich verkürzt ist - da es sich ja um berufserfahrene Menschen handelt - und damit das Lernpensum intensiv ist.

Zum anderen gibt es immer mal das eine oder andere Wissensdefizit, das ausgeglichen werden muss.

Für den Erfolg der Nachqualifizierung spielen eine Reihe von Faktoren und Instrumenten eine Rolle, die RAFI im Laufe der Zeit entwickelt hat. Nicht alle brauchen das im gleichen Maße - aber es stärkt das Zutrauen in die Begleitung der Nachqualifizierung.

Dazu gehört:

  • Der Betriebsrat spricht Menschen gezielt an, um sie für die Nachqualifizierung zu motivieren und Ängste/Vorbehalte abzubauen.
  • Im Vorfeld können Beschäftigte über ein "Cross-Training" in mögliche Arbeitsbereiche hineinschnuppern, in welchen sie mit einem Ausbildungsabschluss arbeiten könnten.
  • Im Kontext der dualen Ausbildung wurden zudem Nachhilfeprogramme eingeführt, die auch in der Nachqualifizierung genutzt werden können.
  • Erfahrene Ausbilder begleiten die Nachqualifizierung.
  • Es gibt pro "Beruf" Paten, die sich selbst über die Ausbildereignungsprüfung für das Patenamt qualifiziert haben und Arbeitszeit investieren können, wenn Fragen auftauchen oder Gesprächsbedarf besteht.

Der Betriebsrat und die Personalleitung sind sich einig, dass Qualifizierung in einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt bei RAFI eine bedeutsame Rolle spielt - für die Beschäftigungssicherung der Kolleginnen und Kollegen sowie für den Erfolg des Unternehmens.

Hintergrund - das Unternehmen RAFI und die aktuelle Situation in der Corona-Krise

Das im Jahr 1900 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert elektromechanische Bauelemente und Systeme für die Mensch-Maschine Kommunikation. Dazu gehören Taster, Schalter, Touchscreens und Bediensysteme sowie elektronische Baugruppen.

RAFI-Produkte werden eingesetzt in der Automation und Medizintechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in Straßen- und Schienenfahrzeugen, in Haushaltsgeräten sowie in der Telekommunikation.

Das Unternehmen hat hierbei eine hohe Fertigungstiefe - das bedeutet, die meisten Fertigungsschritte werden im Unternehmen geleistet - was zu einem breiten Tätigkeitsfeld führt. Zudem sind sie Zulieferer in viele Branchen.

Bis 2019 war das Unternehmen Inhabergeführt und ist aktuell im Besitz eines Finanzinvestors.

RAFI befindet sich in einem umfassenden Umbauprozess, das bedeutet konkret: Der Bereich der Elektronik wird abgelöst durch Systemmontage.

Die RAFI-Gruppe agiert weltweit mit über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Standorten in Deutschland, Europa, China und USA.

Der Hauptsitz der RAFI-Firmengruppe mit circa 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befindet sich in Berg bei Ravensburg. Weitere deutsche Standorte sind in Überlingen und Bad Waldsee.

Sie haben einen Haustarifvertrag (Anerkennung TV M+E).

Am Standort Berg sind etwa ein Drittel der Beschäftigten in der Produktion und zwei Drittel im indirekten Bereich beschäftigt.

Die Corona-Krise ist für RAFI spürbar - positiv wie negativ.

Als Lieferant von Touchscreens für Hersteller von Beatmungsgeräten musste RAFI in einigen Bereichen Mehrarbeit einführen, wohingegen andere Bereiche wie Automotive und Maschinenbau mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen haben.

Im Bereich der Bildschirmarbeitsplätze sind mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice tätig, die produzierenden Abteilungen wurden in streng getrennte, nicht überlappende Schichten geteilt, um bei einer eventuellen Ansteckung in einer Schicht die andere noch arbeitsfähig zu halten.

Externer LinkFAQ-Schutzimpfung (PDF-Datei)

FAQ: Corona-Schutzimpfung

Seit Ende Dezember gibt es in Deutschland eine Schutzimpfung gegen das Corona-Virus.

Sicherlich entstehen Fragen bezogen auf das Arbeitsverhältnis. Wir haben Antworten, die wir Dir hier zur Verfügung stellen:
FAQ zur Schutzimpfung (PDF-Datei) der IG Metall.

17. Dezember 2020

Die IG Metall ist da

Seit gestern verhandeln IG Metall und Südwestmetall in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.

Wie diese ausgehen wird, steht noch in den Sternen. Gewiss ist allerdings, dass die IG Metall auch im neuen Jahr für ihre Mitglieder da ist und für gute Tarifverträge streitet.

Mehr dazu im Video mit Roman Zitzelsberger.

Start der M+E-Tarifrunde

Gestern hat die erste Tarifverhandlung der Metall- und Elektroindustrie stattgefunden.

Die Arbeitgeber sind kein bisschen auf unsere Forderungen eingegangen. Stattdessen haben sie uns einen eigenen Forderungskatalog vorgelegt.

Die nächste Verhandlung findet am 18. Januar 2021 statt.

Weitere Informationen: Start der Tarifrunde 2021

03. Dezember 2020

Aktiv im Betrieb TROTZ Corona

Gewerkschaftsarbeit geht auch mit Abstand und Maske. Das haben 200 ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen letzten Freitag in 20 Betrieben gezeigt und um die 5.000 Beschäftigte persönlich angesprochen und neue Mitglieder für die IG Metall gewonnen. Das zeigt: Wir sind auch unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie handlungsfähig.

Gemeinsame Anspracheaktion am 27. November 2020

Unsere Ausgangslage:

In 20 Betrieben - unterschiedlicher Größen zwischen 200 und 6.000 Beschäftigte und verschiedener Branchen - in sechs Geschäftsstellen fanden Aktionen statt.

Es waren 130 hauptamtliche und circa 200 ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen im Einsatz und haben unter Infektionsschutzbedingungen verschiedene Aktionsformate erprobt.

Video ansehenYouTube: Aktiv im Betrieb

Das Ziel war es, betriebliche Konflikte und die Themen der Beschäftigten für die Ansprache zu nutzen.

Bericht des SWR: Aktionstag in Pforzheim

Das haben wir erreicht!

  • Wir sind als IG Metall präsent: Mindestens 5.000 Beschäftigte haben wir persönlich angesprochen.
  • Wir erreichen neue Mitglieder: Wo wir in den direkten Kontakt mit Beschäftigten kommen, gewinnen wir auch Mitglieder!
  • Wir haben ein flexibles Instrumentarium: Wo direkte Ansprache nicht möglich ist, machen wir zum Beispiel Telefonaktionen.
  • Das heißt: Wir sind auch unter Pandemie-Bedingungen handlungsfähig!

Infektionsschutz hat oberste Priorität und für jede Aktion gibt es ein Hygienekonzept.

Deswegen machen wir Aktionsformate, die größere Ansammlungen vermeiden, wie:
Betriebs-/ Abteilungsrundgänge, BR-Sprechstunden in Kleingruppen, 1:1-Gespräche, Kundgebungen mit klaren Abstandsregelungen, alle Aktionen möglichst draußen (z.B. BR-Sprechstunden im Großzelt).

Aufgrund der Kleingruppen-Situation sind diese Formate auch mitgliederwirksam, da man besser ins persönliche Gespräch kommt.

Aber auch Aktionen mit größeren Gruppen sind möglich, wenn wir uns an Regeln halten:
Masken, versetztes Gehen und Stehen, Stellpunkte, zusätzliche Ordner (1:10), überdimensionierte Flächen. Zudem stellt die Verteilung von Alltagsmasken sicher, dass alle Beteiligten Masken tragen.

Über 50.000 Postkarten übergeben

Heute Morgen haben Michael Brecht, Ergun Lümali, Michael Häberle, Nadine Boguslawski und Roman Zitzelsberger der Daimler-Unternehmensleitung Wäschekörbe voll mit Postkarten übergeben. Mit einer einzigartigen Solidaritätsaktion hatten alle Beschäftigten des Daimler-Konzerns vergangene Woche die Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen.

Solidaritätsaktion von IG Metall und Daimler - Postkarten aus ganz Deutschland werden übergeben

Solidarität gewinnt! Mit einer einzigartigen Solidaritätsaktion hatten alle Beschäftigten des Daimler-Konzerns vergangene Woche die Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen.

In Form von Postkarten - ob im Betrieb oder online aus dem Homeoffice - haben die Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der Kampagne der IG Metall "Solidarität gewinnt!" ein Zeichen gesetzt.

Heute Morgen wurden über 50.000 Postkarten aus ganz Deutschland an die Unternehmensleitung übergeben.

Jede Postkarte steht dabei stellvertretend für einen Beschäftigten, seine Sorgen und seine Hoffnungen. Es geht darum, die Transformation fair und gemeinsam zu gestalten.

Der Mobilitätswandel muss als Chance für die Beschäftigten begriffen werden und darf keine Verlustängste erzeugen.

Die Botschaft ist klar: IG Metall und Daimler haben Lust auf Veränderung. Dafür fordern die Beschäftigten das Vertrauen der Konzernleitung, neue Technologien selbst zu entwickeln, zu produzieren und zu verkaufen.

Alle Kolleginnen und Kollegen haben es verdient zu beweisen, dass Daimler auch in Zukunft ein Erfolgsmodell sein kann.

Ergebnisse Beschäftigtenbefragung

An der Beschäftigtenbefragung der IG Metall haben sich bundesweit über 250.000 Menschen - in Baden-Württemberg mehr als 50.000 Menschen - beteiligt.

Die Ergebnisse geben Orientierung in schweren Zeiten - und Rückenwind für unsere Arbeit.

Corona hat die schwerste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit verursacht und wirkt als Brandbeschleuniger für unsere Branchen, die ohnehin in einem tiefgreifenden Strukturwandel stecken.

Daher haben wir uns gefragt: Wie ist es unseren Kolleginnen und Kollegen ergangen - in Kurzarbeit und Homeoffice, mit den besonderen Arbeitsbedingungen und Lebensumständen in der Pandemie? Wie steht es um Lage und Stimmung in den Betrieben?

Nun liegen die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung vor.

SymbolbildKurs bestimmen!

Gemeinsam aus der Krise

Die Corona-Krise greift tief in die Lebens- und Arbeitsbereiche der Beschäftigten ein.

Die Maßnahmen zur Bekämpfung von Pandemie und Wirtschaftskrise werden unter den Beschäftigten begrüßt und greifen weitgehend. Allerdings sind gleichzeitig die wirtschaftlichen Folgen der Krise nicht absehbar und die Verunsicherung unter den Beschäftigten groß.

Der Auftrag an die IG Metall ist klar: Es sind weitere Anstrengungen auf betrieblicher, tariflicher und politscher Ebene notwendig, um die Transformation sozial, ökologisch und demokratisch zu gestalten.

Zentrale Erkenntnisse

  • Die Kriseninstrumente greifen (insbesondere Kurzarbeit) und die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung (Arbeits- und Gesundheitsschutz, mehr Homeoffice) werden trotz der damit verbundenen Einschränkungen befürwortet.
  • Die Beschäftigten sind sehr zufrieden mit dem Engagement von Betriebsräten und IG Metall.
  • Aber: Die Verunsicherung in den Belegschaften ist hoch. Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust reicht bis tief in die Kernbelegschaften großer Betriebe.
  • Und: Die Beschäftigten beklagen die schlechte Informationspolitik und fehlende Strategien der Arbeitgeber.

Kurzarbeit als Kriseninstrument

  • Über alle Branchen hinweg war der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit hoch.
  • Die Kurzarbeit ist das entscheidende Instrument zur Beschäftigungssicherung in der Krise. Umso wichtiger war die Verlängerung der Regelungen zum KUG über das Jahresende hinaus.
  • Die Beschäftigten erkennen das an: 94 Prozent geben an, froh darüber zu sein, dass durch Kurzarbeit ihr Arbeitsplatz auch in der Krise erhalten bleibt.

Arbeiten im Homeoffice

  • Die große Mehrheit der Beschäftigten, die im Homeoffice war, gibt an, gute Arbeitsbedingungen gehabt zu haben (u.a. ausreichende Internetverbindung).
  • Die Möglichkeit des Homeoffice wird von vielen Befragten geschätzt. Gleichzeitig bleibt das Homeoffice eine regulative Herausforderung:
    • Arbeit zu Hause muss gesund sein und gut geregelt werden.
    • Beschäftigte im Homeoffice zu erreichen, bleibt für die IG Metall eine organisationspolitische Herausforderung.

Wie es Familien ergangen ist

  • Eltern standen in der Corona-Krise vor der Herausforderung, Erwerbs- und Sorgearbeit zu vereinbaren. Betreuungseinrichtungen wie Kitas und Schulen waren über Wochen geschlossen.
  • Die staatliche Unterstützung für Eltern war indes mangelhaft: Viele Eltern fühlten sich alleingelassen. Lange war unklar, ob Lohnersatzleistungen greifen würden, wenn Eltern aus Betreuungsgründen nicht arbeiten konnten.
  • Die Zahlen der Beschäftigtenbefragung spiegeln das wider: Die Belastung für Eltern während der Kita- und Schulschließungen war enorm.

Zur Lage der Betriebe

  • Die Corona-Krise ist auch eine globale Wirtschaftskrise: Wertschöpfungsketten waren lange unterbrochen, die Nachfrage sackte ab, die Unsicherheit hält vielerorts weiter an.
  • Die Krise verschärft die Herausforderungen der Transformation: Gelder für notwendige Investitionen fehlen, oft ist unklar, ob die Produktionsniveaus von vor der Krise wieder erreicht werden können, vielerorts wird Beschäftigung abgebaut.
  • Und: Vielen Betriebe fehlt eine Strategie für die Bewältigung der strukturellen Herausforderungen.

Zukunftsängste der Beschäftigten

  • Die Zahlen zeigen: Die Verunsicherung reicht bis tief in die Stammbelegschaften.
  • Schlechte Informationspolitik und Arbeitsplatzabbau tragen zu der großen Verunsicherung bei.
  • Die Arbeitgeber setzen die Zukunft der Beschäftigten und des Industriestandorts Deutschland aufs Spiel. Viel zu oft verfügen sie über keine ausreichenden Strategien, um ihre Betriebe fit für den Strukturwandel zu machen.
  • Gleichzeitig zeigen die folgenden Zahlen: Die Beschäftigten sind bereit, für eine soziale, ökologische und demokratische Transformation zu kämpfen.

Rahmendaten

  • Über 250.000 Beschäftigte in über 6.700 Betrieben haben sich an der Beschäftigtenbefragung beteiligt.
  • Auch Nichtmitglieder haben sich im hohen Maße beteiligt, sie machen 24 Prozent der Rückmeldungen aus.
  • Die hohe Beteiligung gibt uns Rückenwind: Für die anstehenden Tarifrunden, betriebliche Konflikte und unsere Forderungen an die Politik.

Erläuterungen und Hinweise

  • Beteiligung Bezirk Baden-Württemberg: 53.604 Beschäftigte
  • Beteiligung bundesweit: etwa 250.000 Beschäftigte
  • Die Auswertung wurde automatisch erstellt. Sie enthält eine Übersicht über die Verteilung der Antworten auf ausgewählte Fragen der Beschäftigtenbefragung 2020.
  • Dargestellt sind jeweils die Ergebnisse im Vergleich zu den Ergebnissen im Bundesdurchschnitt. Zu den bundesweiten Ergebnissen sind jeweils einige Anmerkungen zur Interpretation ergänzt.
  • Größere Unterschiede zwischen den spezifischen und den bundesweiten Ergebnissen können verschiedene Ursachen haben: Dazu gehören zum Beispiel betriebliche regionalen Besonderheiten wie besonders hohe/ niedrige Arbeitslosigkeit, ländlicher Raum, Industrieregion usw.

Kurzarbeitergeld und Steuernachzahlung

Versteckte Steuerlast. Kurzarbeitergeld ist steuerfrei. Doch wegen des sogenannten Progressionsvorbehalts kann es zu Nachzahlungen kommen.

Wir erklären, was es zu beachten gilt und wo Du Beratung findest.

SymbolbildKurzarbeitergeld und Steuernachzahlung

Das Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung und grundsätzlich steuerfrei.

Aber es erhöht den Prozentsatz auf die übrigen steuerpflichtigen Einkünfte. Das ist der sogenannte Progressionsvorbehalt.

Die Folge: Wer in einem Kalenderjahr eine Lohnersatzleistung wie Kurzarbeitergeld, Arbeitslosen- oder Krankengeld bezieht, muss mit Steuernachforderungen durch das Finanzamt rechnen.

Das gilt auch für Leistungen wie das Mutterschafts-, Übergangs-, Verletzten- oder Elterngeld sowie das Altersübergangs- und Vorruhestandsgeld.

So wird bei Eheleuten nach dem Splittingtarif gerechnet

  • Das kinderlose Ehepaar Weber hat 2019 ein zu versteuerndes Einkommen von 26.109 Euro erzielt. Herr Weber bezog in dem Kalenderjahr 5.400 Euro Kurzarbeitergeld.
  • Die Summe aus des zu versteuernden Einkommen von 26.109 Euro und den Progressionseinkünften 5.400 Euro beträgt also 31.509 Euro und ist das fiktive zu versteuernde Einkommen.
  • Die Einkommensteuer auf das fiktive zu versteuernde Einkommen beträgt 2.658 Euro. Der Progressionssteuersatz liegt damit bei 8,4356 Prozent (2.658 Euro mal 100 geteilt durch 31.509 Euro).
  • Die Einkommensteuer für das Veranlagungsjahr ohne Kurzarbeitergeld hätte bei 1.384 Euro gelegen. Durch die Progression beläuft sich die Steuer auf 2.202 Euro (26.109 Euro mal 8,4356 Prozent geteilt durch 100). Die Webers müssen dem Fiskus ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer also 818 Euro mehr an Steuern zahlen.

Wer kurzarbeitet, muss eine Steuererklärung machen

Beschäftigte sind bei Bezug von Kurzarbeitergeld verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben, wenn das Kurzarbeitergeld 410 Euro im Jahr übersteigt.

Ob es überhaupt zu einer Steuernachzahlung kommt und in welcher Höhe diese letztlich ausfällt, hängt von den Einkommensverhältnissen im Jahr der Kurzarbeitergeldzahlung ab.

Daher sollten Beschäftigte in Kurzarbeit mindestens 70 Euro im Monat zurücklegen, damit sie im Falle einer Steuerforderung zahlen können.

Liegen keine sonstigen steuerpflichtigen Einnahmen vor, etwa weil der Ehepartner keine Einkünfte hat, kommt es in der Regel auch zu keiner Steuernachzahlung.

IG Metall: Versteckte Steuerlast

Lohnsteuerberatung für Mitglieder der IG Metall: igmservice.de

Solidarität gewinnt!
Auch zu Weihnachten

Wir wünschen Dir und Deiner Familie eine schöne Adventszeit!

Dir gefällt das Motiv mit der Weihnachtskugel und "Solidarität gewinnt!"?

Weitere Motive gibt es hier als PDF-Datei:
Weihnachtskugel
Weihnachtsmann
Feuerwerk

19. November 2020

Zukunftspaket zur Bewältigung der Krise

Am Dienstag beschloss die Große Tarifkommission der IG Metall Baden-Württemberg die Forderungen für die bevorstehende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.

Bezirksleiter Roman Zitzelsberger erklärt diese im Video.

Solidarität gewinnt! Bei Daimler

Zukunftssicherung bei Daimler gelingt nur mit Solidarität. Daimler-Beschäftigte fordern: Mit uns, nicht gegen uns!

Daimler will Stellen abbauen und kräftig sparen. Doch Zukunftssicherung geht anders.

IG Metall, Betriebsrat und Beschäftigte fordern Investition, Qualifikation und Beteiligung.

Gemeinsam mit den Beschäftigten kannst Du dem Daimler-Vorstand jetzt auf die Sprünge helfen.

Wir wollen diese Transformation so gestaltet haben, dass niemand Angst und Sorge um seine Existenz haben muss, sagt Michael Brecht, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG.

Dafür will Brecht gemeinsam mit den Beschäftigten und der IG Metall Druck auf den Vorstand aufbauen. Eine der nun gestarteten Aktionen: Der Vorstand bekommt einen Denkanstoß verpasst - beziehungsweise ganz viele Denkanstöße.

Wie die Zukunft zu sichern ist, das können die Beschäftigten von Daimler dem Vorstand per Postkarte wissen lassen, auch alle anderen Metallerinnen und Metaller können sich mit ihrer Unterschrift solidarisch zeigen.

Unterschriften und Postkarten werden dem Vorstand dann bei der nächsten Aufsichtsratssitzung zugestellt. Zehntausende sollen es werden.

Damit setzen wir ein Zeichen, was Zukunftssicherung für uns bedeutet: Wir wollen mehr über kluge Zukunftsinvestitionen und Qualifizierungsmaßnahmen sprechen, die die Beschäftigten im Blick haben.

Nicht über Sparen mit dem Ziel des Arbeitsplatzabbaus.

Kaputtsparen und Stellen abbauen, nicht mit der IG Metall

Der Daimler-Vorstand ist dabei sich beim Thema Transformation ordentlich zu verzetteln. Nur mal drei Beispiele:

Beispiel 1:

Allein in Untertürkheim sollen 4.000 Stellen abgebaut werden.

Da dank des Einsatzes des Daimler-Betriebsrats und der IG Metall betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind, soll der Schrumpfungsprozess durch Nichtbesetzung von Stellen und Abfindungsangeboten geschehen.

Deutschlandweit und weltweit plant der Konzern noch weitere kräftige Einschnitte. Dabei steht fest: Was heute verschwindet, kann nicht transformiert werden.

Transformation kann nur mit den gutausgebildeten Fachkräften gelingen.

Beispiel 2:

Für das Mercedes-Werk Berlin-Marienfelde kündigte die Konzernleitung einen Investitionsstopp an.

Während wenige Kilometer entfernt Wettbewerber Tesla kräftig investiert, um ein Werk aufzubauen und das Thema Elektromobilität weiter voranzupeitschen, hisst der Daimler-Vorstand in seinem ältesten Werk und Traditionsstandort die weiße Fahne und legt die Hände in den Schoß.

Der einstige Werksleiter hat das sinkende Daimlerschiff bereits verlassen und bei Tesla angeheuert - das ist unmoralisch und zeigt, wie man die Menschen im Stich lässt.

Was der Investitionsverzicht langfristig für das Daimler-Werk und seine Beschäftigten bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen.

Beispiel 3:

Auch im Nutzfahrzeugbereich wird der Wind rauer.

Das Unternehmen plant mit einem drastischen Personalabbau an unseren Standorten und will Investitionen in herkömmliche Technologien kürzen!

Dem Betriebsrat wurden in Gesprächen mehrere Varianten vorgestellt, was passieren kann. Ein Beschäftigungsszenario sieht gar eine Halbierung unserer heutigen Mannschaft vor!

Diese drei Beispiele und viele weitere zeigen: Wir dürfen es nicht zulassen, dass Daimler sich kaputtspart.

Innovation und Zukunftsgestaltung geht anders. Mit den Beschäftigten, nicht gegen sie.

Wir brauchen in dieser Zeit der Transformation, der großen Veränderungen in der Autoindustrie ein positives Zukunftsbild für jeden einzelnen Standort, fordert deshalb Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg vom Daimler-Management.

Mit Investitionen und Qualifizierungen Daimler in die Spur bringen

Gemeinsam kämpfen die Beschäftigten aller Daimler-Standorte für ihre Zukunft.

Für sie ist klar: Solidarität gewinnt.

An der Spitze der Bewegung dabei sind der Daimler Betriebsrat, die Vertrauensleute und die IG Metall.

Alle wissen, wie man Zukunft sichert und die Transformation gestaltet. Das haben sie in der Vergangenheit bereits bewiesen.

Gemeinsam fordern sie daher den Vorstandsvorsitzenden Ola Källenius dazu auf:

  • Investitionen in neue Technologien und Produkte an den bestehenden Standorten zu tätigen.
  • Die Beschäftigten zu informieren und zu beteiligen. Der Wandel gelingt nur mit ihnen.
  • An allen Standorten die Beschäftigung zu sichern und die sich im Wandel liegenden Chancen durch Qualifizierungsoffensiven zu nutzen.

Mit wenigen Klicks kannst du die Daimler-Beschäftigten unterstützen!

Zukunftssicherung ist eigentlich ganz einfach, wie die drei Forderungen der IG Metall und des Daimler Betriebsrats beweisen.

Nur der Daimler-Vorstand will das nicht verstehen. Jetzt kannst Du ihm auf die Sprünge helfen.

Egal, ob Du bei(m) Daimler schaffst oder ob Du Dich mit den Beschäftigten solidarisieren willst.

Hier kommst Du zur Onlineaktion Zukunft Daimler:
"Bewegung jetzt. Jede Stimme zählt, nur gemeinsam sind wir stark."

Herzlichen Glückwunsch zum Betriebsräte-Preis

Zwei Betriebsratsgremien aus Baden-Württemberg haben gewonnen!

Für seinen Kampf gegen die Schließung des Werkes ist der Betriebsrat der HWK-Hüttenwerke Königsbronn mit dem Betriebsräte-Preis in Silber ausgezeichnet worden. Den Sonderpreis in der Kategorie "Innovative Betriebsratsarbeit" gewann der Gesamtbetriebsrat der Robert Bosch GmbH.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Für den Kampf gegen die Schließung des Werks ist der Betriebsrat der HWK-Hüttenwerke Königsbronn mit dem Betriebsräte-Preis in Silber und dem Publikumspreis ausgezeichnet worden. Nach Übernahmen und Insolvenzen stand das Unternehmen vor dem Aus.

Der Betriebsrat entwickelte ein umfangreiches Maßnahmenpaket, gründete eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts und erreichte einen Neustart.

Heute ist das Hüttenwerk wieder auf Erfolgsspur und fast alle ehemaligen Beschäftigten in Arbeit.

Den Sonderpreis in der Kategorie "Innovative Betriebsratsarbeit" gewann der Bosch-Gesamtbetriebsrat.

Ihm ist es gelungen, digitale Qualifizierung, digitales Lernen an den Standorten des Unternehmens voranzubringen.

Der Gesamtbetriebsrat stellte Rahmenbedingungen her, um digitale Qualifizierung zu ermöglichen und schuf einen rechtlichen Anspruch auf jährlich drei Arbeitstage selbstbestimmtes Lernen während der Arbeitszeit.

Willi-Bleicher-Preis 2020

Bereits zum neunten Mal vergibt die IG Metall Baden-Württemberg den Willi-Bleicher-Preis für herausragende Berichterstattung aus der Arbeitswelt. Nun stehen die Preisträger fest.

Ausgezeichnet werden fünf Beiträge aus der Arbeitswelt in den Kategorien Print/Online, Fernsehen, Hörfunk und Nachwuchs.

Wir sagen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Roman Zitzelsberger:

In Zeiten, in denen Pressefreiheit und Medien - und damit auch die vierte Gewalt der Demokratie - in immer mehr Ländern mit Füßen getreten werden, ist guter Journalismus wichtiger denn je. Deshalb ist auch der Willi-Bleicher-Preis ein Zeichen für einen sozialen, ökologischen und demokratischen Wandel.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an Gerhard Klas, Richard Fuchs, Jan Schmidbauer, Malcolm Ohanwe und Koku Musebeni, Julia Regis und Steen Thorsson.

Die Preisverleihung muss leider coronabedingt verschoben werden.

05. November 2020

Große Bezirkskonferenz

Am Mittwoch tagte die Große Bezirkskonferenz der IG Metall Baden-Württemberg. Erstmalig fand diese virtuell statt.

Roman Zitzelsberger machte klar, wie wichtig gerade jetzt starke Gewerkschaften und starke Betriebsräte sind.

Weitere Informationen zur virtuellen Bezirkskonferenz der IG Metall Baden-Württemberg.

Nützliche Infos und Materialien zur JAV-Wahl

Die Wahlen für die Jugend- und Auszubildendenvertretung im Südwesten laufen.

Falls auch Du Dich zur Wahl stellen möchtest oder bereits als JAVi aktiv bist, findest Du im JAV-Portal viele Materialien für die Arbeit vor Ort - vor allem rund um die JAV-Wahlen.

Im Downloadbereich stehen Dir Arbeitshilfen, Postkarten, Plakate, Sharepics, GIFs sowie Powerpoint-, Word- und Static Sticker-Vorlagen zur Verfügung.

Zudem sind ein Wahlkalender sowie weitere Informationen zum digitalen Wahlhelfer und zum Seminarangebot für Dich hinterlegt.

SymbolbildIG Metall Jugend: JAV-Portal

Schau' doch mal rein! JAV-Portal

Treffpunkt Ausbildung: Kick-off für Ausbilder*innen-Netzwerk

Transformation und Corona-Pandemie beeinflussen und verändern die berufliche Bildung so schnell wie noch nie. Deswegen ist ein enger Austausch zwischen Ausbilderinnen und Ausbildern dringend notwendig.

Die IG Metall Baden-Württemberg hat daher den virtuellen "Treffpunkt Ausbildung" ins Leben gerufen.

Ende Oktober startete die IG Metall Baden-Württemberg erstmalig mit ihrem virtuellen "Treffpunkt Ausbildung", einer landesweiten Dialog-Plattform für Ausbilder*innen.

Über 30 Ausbilder*innen haben an diesem ersten Online-Treffen teilgenommen.

Themenschwerpunkte waren die Herausforderungen einer qualitativen Ausbildung 4.0 im Kontext von Transformation, digitalem Wandel und Corona-Pandemie.

Mit Christian Rauch, dem Geschäftsführer der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit und dessen Bereichsleiterin der Berufsberatung Claudia Prusik, wurde ein Blick auf den Ausbildungsmarkt geworfen.

Rauch informierte über die aktuellen Ausbildungsplatzzahlen und Berufsbildtendenzen am Arbeitsmarkt der IG Metall Branchen.

Ein virtuelles Forum mit den Ausbildungsleitungen der Unternehmen Christian Maier GmbH (Heidenheim), Trumpf Hüttinger (Freiburg) und Carl Zeiss AG (Oberkochen) bot Einblicke in beispielhafte Ausbildungskonzepte, die während des vergangenen Lockdowns im März und April dieses Jahres entstanden sind.

Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die verschiedenen Herausforderungen für die Unternehmen waren, ihre Ausbildung während dieser Zeit aufrecht zu erhalten. Von jugendfreundlichen Schichtsystemen, über rollierende Verfahren bis hin zum digitalen Unterricht zur Prüfungsvorbereitung war alles dabei.

Katya Knapp, Projektsekretärin, IG Metall Baden-Württemberg: Mit unserem Treffpunkt Ausbildung wollen wir einen branchenübergreifenden Dialog zwischen Ausbilder*innen zu aktuellen Themen rund um die Ausbildung etablieren. Transformation und Corona-Pandemie beeinflussen und verändern die berufliche Bildung so schnell wie noch nie.

Mischung aus Input und Austausch

Der virtuelle Treffpunkt soll den Ausbilder*innen die Möglichkeit bieten, sich schnell, flexibel und ortsungebunden über aktuelle Anforderungen und Trends einer Ausbildung 4.0 zu informieren.

Im Rahmen eines virtuellen "Togethers" wird hier Raum geschaffen für einen praxisorientierten Austausch von Ideen und Impulsen.

Der Treffpunkt Ausbildung soll drei Mal im Jahr stattfinden und immer eine Mischung aus informativem Input, Praxiserfahrungen und gemeinsamem Austausch sein.

Christian Herbon, Bezirksjugendsekretär, IG Metall Baden-Württemberg: Mit unserem Online-Angebot wollen wir ein Netzwerk aufbauen, dessen Ziel es ist, Effekte durch Krisen, Veränderungen in der Ausbildung und die Transformation gemeinsam zu gestalten. Dafür ist ein solches Dialogformat wie unseres ein sinnvolles Instrument.

Grußwort von Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, auf YouTube: Video ansehen.

Aktiv werden

Interessierte Ausbilder*innen, die sich dem Treffpunkt Ausbildung gern anschließen möchten, sind herzlich willkommen. Rückfragen bitte an:

Katya KnappKatya Knapp
E-Mail: katya.knapp@igmetall.de

Christian HerbonChristian Herbon
E-Mail: christian.herbon@igmetall.de

Wie läuft betriebliche Mitbestimmung während der Pandemie?

Die Corona-Pandemie hat die ganz persönliche Arbeitswelt vieler Menschen auf den Kopf gestellt. Schutz vor Ansteckung, Gehaltseinbußen durch Kurzarbeit, Sorge um den Job, das sind die große Themen.

In dieser schwierigen Zeit setzen sich Betriebsräte engagiert für die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen ein. Sie bemühen sich um Lösungen, diese enormen Herausforderungen zu bewältigen.

Wie, zeigt ein Film der Hans-Böckler-Stiftung.

Vier Betriebsrätinnen und Betriebsräte erzählen, wie sie die Zeit seit dem ersten Lockdown erlebt haben. Sie geben der Verantwortung im Betrieb ein Gesicht - und rufen dazu auf, sich zu engagieren.

SymbolbildYouTube: Video ansehen

Den Film und zusätzliche Infos findet Ihr bei der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Geschichten der vier Betriebsrätinnen und Betriebsräte erzählt das Magazin Mitbestimmung noch einmal etwas ausführlicher.

22. Oktober 2020

M+E-Tarifrunde gestartet

Die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie ist eröffnet.

SymbolbildYouTube: Video ansehen

Die Große Tarifkommission hat die Kündigung von Tarifverträgen beschlossen und weitere Weichen für die Tarifrunde gestellt.

Die Themen Beschäftigungssicherung und Stabilisierung von Einkommen werden im Fokus stehen.

Mehr dazu im Video von Roman Zitzelsberger.

Der Blitz: erfolgreiches Instrument beteiligungsorientierter Gewerkschaftsarbeit

Ob Tarifflucht, Stellenabbau oder wirtschaftliche Folgen durch Corona, diese Themen haben eine Gemeinsamkeit: Um mitreden und gestalten zu können, brauchen wir eine organisierte und starke Belegschaft.

Das stellen wir her mit einem Blitz. Der Blitz ist ein erfolgreiches Instrument für beteiligungsorientierte Gewerkschaftsarbeit.

Was meinen wir, wenn wir über einen Blitz reden?

Beim Blitz werden in kurzer Zeit möglichst viele Beschäftigte angesprochen, zu den wichtigsten Themen in ihrem Betrieb informiert und beteiligt, um konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen schneller zu erreichen.

Die Beschäftigten werden zu Aktionen mobilisiert und zum aktiven Mitmachen aufgefordert.

Es werden verschiedene Formen der Gewerkschaftsarbeit wie Betriebsratssprechstunden, Beratungsgespräche zu betrieblichen Transformationsfragen, kreativ gestalteten Mittagspausen sowie Betriebsrundgängen durchgeführt.

Ein Blitz ist Bestandteil einer Kampagne. Er kann als Kickoff zur Zuspitzung einer Eskalation eingesetzt werden oder um einen Meilenstein innerhalb einer Kampagne zu erreichen.

Und warum führen wir einen Blitz durch?

Dadurch, dass wir viele Beschäftigte direkt ansprechen, entwickeln wir innerhalb kürzester Zeit eine Dynamik, die uns in der betrieblichen Arbeit einen großen Schritt nach vorne bringt. Es gibt ein konkretes Angebot und die Belegschaft wird vor eine Entscheidung gestellt.

Die Beschäftigten übernehmen selbst Verantwortung für die Verbesserung ihrer eigenen Arbeitssituation und werden damit konfrontiert, selbst zu entscheiden, ob sich etwas an ihrer Situation ändern soll.

In den vergangenen Monaten haben wir in den Regionen Albstadt, Friedrichshafen, Ludwigsburg/Waiblingen und Mannheim Blitze durchgeführt und konnten dadurch mit über 4.000 Beschäftigten sprechen und sie zu Aktionen mobilisieren.

Alle Aktionen hatten dasselbe Ziel: Die Herstellung der Gestaltungs- und Kampfkraft.

Dadurch gelang es uns beispielsweise eine gute Vereinbarung zur Standortsicherung zu schließen, die Mehrheit der Betriebsratswahl zu generieren und Angriffe auf Tarifverträge abzuwehren.

Das ist gelebte Solidarität. Nur so entfalten wir die nötige Kraft, die es in dieser Zeit braucht, sagt Andreas Flach, Projektleiter des Gemeinsamen Erschließungsprojektes (GEP), IG Metall Baden-Württemberg.

Hast auch Du einen betrieblichen Konflikt im Zuge von Transformation oder Corona? Willst auch Du Deine Belegschaft beteiligen und Durchsetzungskraft gegenüber Deinem Arbeitgeber entfalten?

Dann melde Dich bei Deiner zuständigen Geschäftsstelle.

Weitere Informationen

Get the feeling: So liefen die Ansprache-Aktionen in Friedrichshafen und Albstadt (Video auf YouTube).

Organizing-Blitz rund um Albstadt, Sigmaringen, Tuttlingen.

Schritt für Schritt erklärt

Start eines Qualifizierungsprojektes und die Förderung der Agentur für Arbeit

SymbolbildQualifizierung im Betrieb

Qualifizierung im Betrieb zu stärken, ist ein politisches Ziel der IG Metall. Gerade in Zeiten von Kurzarbeit und der Transformation gewinnt das Thema an Bedeutung.

Zudem gibt es attraktive Förderbedingungen der Agentur für Arbeit.

Der konkrete betriebliche Prozess ist nicht einheitlich, da sich die Ausgangslage in den Betrieben deutlich unterscheiden kann.

Scherenschnittartig sehen die Pole in etwa so aus:

Auf der einen Seite gibt es den Maschinenbauer, der vorwiegend Fachkräfte hat, der den TV Qualifizierung umsetzt und ein zukunftsorientiertes Qualifizierungskonzept mit dem entsprechenden Bildungsbudget partnerschaftlich mit dem Betriebsrat verwirklicht.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch den Automobilzulieferer, mit Fachkräften sowie Un- und Angelernten, der den TV Qualifizierung kaum umsetzt, es gibt kein Zielbild, wohin sich das Unternehmen entwickelt und kaum Bildungsbudget.

Die Spannbreite in unseren Betrieben ist groß und das bedeutet: Ein Prozessmuster passt nicht auf jeden Fall. ABER: Zumindest einzelne Prozessschritte können ansatzweise übertragen werden.

Die hier dargestellten Prozessschritte basieren auf Praxiserfahrungen im IG Metall Bezirk Baden-Württemberg.

Für die Ausgangslage ist wesentlich: Zu Beginn gab es die Einschätzung der Betriebsräte, dass der Arbeitgeber (Geschäftsführung/ Personalabteilung) am Standort keinen gesteigerten Wert auf systematische Qualifizierungsplanung legt und der Betriebsrat daher der Treiber sein muss.

Vor diesem Hintergrund ist das Gespräch mit der Arbeitgeberseite vergleichsweise spät angesetzt - bei anderen Betrieben kann eine frühere Einbindung sinnvoll und notwendig sein.

1. Schritt:
Einstieg - Vorabgespräch Betriebsratsspitze und Betriebsbetreuung (und ggf. Trafo-Team der IG Metall Baden-Württemberg)

Der Betriebsrat benennt betriebliche Herausforderungen bezogen auf Qualifizierung.

Zum Beispiel: Kürzung des Bildungsbudget, verstärkte Digitalisierung im Produktionsprozess, Krise mit Personalabbau, fehlende systematische Personalentwicklung, fehlende Qualifizierungsgespräche mit Un- und Angelernten und vieles mehr.

Aus dieser Ausgangslage heraus werden ein konkretes Ziel oder mehrere Ziele festgehalten und erste Lösungsschritte diskutiert. Schließlich wird gemeinsam überlegt, wer in einem (befristeten) Expertenteam mitwirken könnte, um den Prozess auf breitere Beine zu stellen.

Hier können gut Kolleginnen und Kollegen eingebunden werden, die sich als Vertrauensleute engagieren oder in der Ausbildung aktiv sind.

2. Schritt:
Gründung Expertenteam (Arbeitnehmerseite)

Engagierte Kolleginnen und Kollegen (BR, JAV, VK, Ausbildungsleiter …) werden als sachkundige Arbeitnehmer eingeladen.

Die Rolle des Expertenteams wird geklärt, außerdem werden die Ergebnisse des Vorabgespräches reflektiert.

Die Veränderungsbedarfe werden gemeinsam diskutiert und die ersten Schritte eines Veränderungsprozesses werden festgelegt.

Vorab oder parallel: Informelles Gespräch des Betriebsrats und der IG Metall mit der Agentur für Arbeit - gemeinsame Ziele, Ermessenspielräume der Agentur klären.

3. Schritt:
Auftaktworkshop Expertenteam

In einem nächsten Termin reflektiert die Expertengruppe Stärken und Schwächen der Qualifizierung im Betrieb und klärt, wie sich das auf den vereinbarten Prozess auswirkt.

Zum Beispiel: Haltung der Personalabteilung, Weiterbildungserfahrung der Beschäftigten, Planung zur Digitalisierung.

Hierbei werden auch Unterstützerinnen und Unterstützer auf der Arbeitgeberseite gesucht.

4. Schritt:
Beteiligung und Aktivierung der Beschäftigten

Damit die Beschäftigten bestmöglich in dem Prozess beteiligt werden und ihre Interessen in den Prozess einfließen, kann der Betriebsrat beispielsweise über einen Betriebsrundgang oder in einer Betriebsratssprechstunde mit Kolleginnen und Kollegen das Vorhaben diskutieren und ein Meinungsbild ermitteln.

Damit kann auch, falls notwendig, verstärkt Druck auf den Arbeitgeber entwickelt werden.

5. Schritt:
Verhandlung mit dem Arbeitgeber (ggf. vorab Gespräch mit Agentur für Arbeit)

Die Ideen zur Qualifizierung werden gemeinsam erörtert und gegebenenfalls eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet, die die weitere Qualifizierungsplanung überlegt und die Ideen mit der Agentur für Arbeit abstimmt, um die möglichen Förderansätze zu ermitteln und die Planung nochmals anzupassen.

WICHTIG: Die Förderung durch die Agentur für Arbeit liegt in deren Ermessen, weswegen diese frühzeitig eingebunden werden sollte.

Optionaler Zwischenschritt (5a):
Qualifizierungsplanung und Klärung der Fördermodalitäten ohne Arbeitgeber.

Aus den vorangegangenen Schritten kann auch ohne den Arbeitgeber ein Qualifizierungsvorschlag entwickelt werden, der dann mit der Agentur für Arbeit diskutiert wird.

Damit attraktive Förderungen vorab klar sind, um den Arbeitgeber zu überzeugen.

6. Schritt:
Lernprozessbegleitung (Weiterbildungsmentoren/ Bildungsmentoren usw.)

Unabhängig vom Qualifikationsniveau sollte das Expertenteam prüfen, inwieweit eine dauerhafte Lernprozessbegleitung auf der Arbeitnehmerseite eingerichtet wird.

Dazu gehört auch die Klärung der konkreten Rolle sowie der vorhandenen Ressourcen.

Falls Ihr Fragen habt, wendet Euch an Eure IG Metall-Betriebsbetreuung und/oder an Claudia Dunst vom Transformationsteam der IG Metall Baden-Württemberg. Sie ist die bezirkliche Ansprechpartnerin für das Thema Qualifizierung (claudia.dunst@igmetall.de).

Benachteiligung von Frauen innerhalb der Lohnsteuerklassen

Die Lohnsteuerklasse entscheidet, wie viel Netto vom Brutto am Ende übrigbleibt. Ein Blick auf das System zeigt: Frauen werden hier strukturell benachteiligt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Höhe von Entgeltersatzleistungen wie Elterngeld, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld oder Krankengeld ist abhängig vom Nettoeinkommen. Je höher das Nettoentgelt, desto höher die Entgeltersatzleistung.

Verheiratete Frauen mit Steuerklasse V haben aber ein geringeres Nettoeinkommen als verheiratete Frauen mit gleichem Einkommen in der Steuerklasse IV. Woran liegt das?

Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die jährliche Einkommensteuer, die auf Grundlage der Einkommensteuererklärung erhoben wird.

SymbolbildHans-Böckler-Stiftung: Studie (PDF-Datei)

Die unterschiedlichen Lohnsteuerklassen gewährleisten, dass die gezahlte Lohnsteuer in etwa der fälligen Einkommensteuer entspricht.

Die Steuerklassenkombinationen III/V und IV/IV berücksichtigen die Auswirkungen des Ehegattensplittings.

Bei unterschiedlich hohen Bruttoeinkommen kommt eine Besteuerung nach der Steuerklassenkombination III/V der Jahreseinkommensteuer am nächsten.

Nachteil: Das geringere Einkommen wird höher besteuert, die Nettoeinkommen liegen noch weiter auseinander als die Bruttoeinkommen.

Mehr Netto vom Brutto gibt es für alle Ehepartnerinnen und Ehepartner mit dem geringerem Einkommen beim Wechsel von Steuerklasse V in Steuerklasse IV.

In der Folge bedeutet das auch: höheres Elterngeld, höheres Arbeitslosengeld, höheres Kurzarbeitergeld und höheres Krankengeld.

Eine im Juli erschienene Studie der Hans-Böckler-Stiftung (PDF-Datei) hat sich mit den finanziellen Verteilungswirkungen des Lohnsteuerverfahrens auf Nettolöhne und Lohnersatzleistungen beschäftigt.

Die Ergebnisse der Studie zeigen den aus gleichstellungs- und gleichheitsrechtlicher Perspektive offensichtlichen Reformbedarf von Regelungen des Lohnsteuerverfahrens.

Übrigens: Der Frauenanteil in Steuerklasse V liegt bei 89 Prozent. Es sind also in der Mehrheit Frauen, die auf Nettoeinkommen verzichten.

SymbolbildMittelbare Diskriminierung im Lohnsteuerverfahren
Download: PDF-Datei

08. Oktober 2020

Wie sieht die "Zukunft des Autos" aus?

Batteriezelle, Wasserstoffauto, Kaufprämie, Verbrenner. Das sind nur einige Schlagworte rund um das Thema Auto, worüber man vieles hört und liest. Aber wofür steht denn die IG Metall? Und wofür setzt sie sich ein? In diesem Artikel bringen wir Licht ins Dunkel und berichten, wie die IG Metall die Zukunft des Autos sieht.

Wie steht die IG Metall zu einer Kaufprämie für Verbrenner?

Im Sommer hat sich die IG Metall bei der Ausgestaltung des ersten Konjunkturprogramms für eine Kaufprämie eingesetzt. Die Politik hat anders entschieden.

Leider, aber das ist jetzt so. Jetzt steht die Politik in der Pflicht und muss einen Weg aufzeigen, wie der Einbruch rund ums Auto abgemildert werden kann.

Zusammen mit Andreas Stoch von der SPD hat Roman Zitzelsberger einen Vorschlag vorgelegt, um nochmal neu nachzudenken (Gastbeitrag im Redaktionsnetzwerk Deutschland).

Wie ist die Haltung der IG Metall zu synthetischen Kraftstoffen?

Auch wenn die Elektromobilität in den nächsten Jahren rasant zunehmen wird, werden immer noch Millionen Autos mit Verbrennermotor auf der Straße unterwegs sein.

Um bei Bestandsfahrzeugen den CO2-Abdruck zu reduzieren, sind synthetische Kraftstoffe ein wichtiges Feld. Gleiches gilt beispielsweise für Flugzeuge.

In Baden-Württemberg haben wir im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg das Projekt "reFuels - Kraftstoffe neu denken" angestoßen, bei dem es genau darum geht Verkehr klimafreundlich zu gestalten und dafür synthetische Kraftstoffe zu nutzen.

Was tut die IG Metall?

Es geht um zukunftssichere Arbeit für die 470.000 Beschäftigten rund ums Automobil in Baden-Württemberg. Drei Dinge sind dafür wichtig.

  1. In den Unternehmen setzen wir Zukunftsvereinbarungen durch, damit Standorte und Arbeitsplätze sicher sind.
  2. Diese gewaltige Transformation braucht politische Flankierung und beim Strategiedialog des Landes hat die IG Metall Baden-Württemberg gerade verlangt, dass die Politik die Sicherung der Arbeit zum obersten Ziel erklärt. Hier ein Gespräch zwischen IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger und der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg Nicole Hofmeister-Kraut.
  3. Innerhalb der IG Metall müssen wir uns rund ums Automobil vernetzen, damit wir im Betrieb und rund um Tarifverträge gut vorankommen. In dieser Woche haben sich 50 Betriebsräte aus der Zuliefererindustrie ausgetauscht, damit wir zusammen Druck machen können.

Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg lebt von der intensiven Zusammenarbeit von rund 300 Partnern aus ganz Baden-Württemberg. Im Spitzengremium sind neben der Landesregierung Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vertreten.

Weitere Informationen:

Präsentation:
Position der IG Metall Baden-Württemberg zur Automobilwirtschaft (PDF-Datei)

Drei Fragen zum Thema "Zukunft des Autos"

Beantwortet von Rolf Klotz, Vorsitzender des Betriebsrats bei Audi in Neckarsulm

Hat die Automobilindustrie Deiner Meinung nach die Zukunft verpasst?

So wird es vielfach dargestellt.

Der Umstieg auf klimaneutrale Antriebe braucht jedoch nicht nur Angebot, sondern auch Nachfrage und passende Rahmenbedingung. Dazu gehört vor allem auch eine kundenfreundliche Infrastruktur.

Der Wunsch nach individueller Mobilität ist global betrachtet ungebrochen groß.

Wir sollten jetzt die Anstrengungen darauf konzentrieren, dieses Verlangen im Sinne der Menschen schnellstmöglich klimaneutral zu realisieren. Dabei sollten wir uns auch eine Technologieoffenheit bewahren.

Dazu gehören neben den batterieelektrischen Fahrzeugen auch moderne Verbrenner, Wasserstoffantrieb und synthetische Kraftstoffe.

Rolf KlotzRolf Klotz

Bedeuten neue Antriebssysteme automatisch den Abbau von Arbeitsplätzen?

Wenn neue Antriebe mit weniger Einzelteilen zurechtkommen, dann ist die Sorge groß, dass dies irgendwo in der Produktions- und Lieferkette zu Arbeitsplatzverlusten führt. Dies belegen diverse Studien.

Gleichzeitig bedeutet der Technologieumstieg aber auch hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Vor uns steht also die große Aufgabe, zumindest einen Teil der Menschen, die beim Hersteller oder Lieferanten von Arbeitsplatzverlust bedroht sind, in neue Aufgabenfelder zu transformieren.

Wie wichtig ist Qualifizierung für die Beschäftigten?

Qualifizierung ist ein Grundpfeiler der Transformation. Das Recht auf Bildung gar ein Menschenrecht. Und Menschenrechte müssen auch hinter dem Werkszaun Gültigkeit haben.

Noch immer bewerten hier zu viele Unternehmen zu sehr die Kosten und zu wenig die Chancen.

Wir haben seit vielen Jahren einen Qualifizierungstarifvertrag, der Gesetzgeber hat das Qualifizierungschancengesetz mit Unterstützung der IG Metall auf den Weg gebracht.

Jetzt wird es Zeit, dass wir in den Betrieben Schwung in die Umsetzung bringen.

Nur mit qualifizierten Menschen werden wir diese Veränderungswelle erfolgreich bestreiten können. Und dafür die Voraussetzung schaffen, dass mit gut bezahlten, anspruchsvollen Industriearbeitsplätzen der Wohlstand im Land und in Europa gehalten werden kann.

Beschäftigtenbefragung mitgliederwirksam gestalten

Eine sehr gute Gelegenheit Noch-Nichtmitglieder anzusprechen, ist die Beschäftigtenbefragung.

Auch in diesem Jahr befragt die IG Metall bundesweit alle Beschäftigten zu relevanten Themen aus der Arbeitswelt.

Die Gründe: Zum einen ist eine Befragung ein tolles Instrument, um die Beschäftigten an der Arbeit der IG Metall zu beteiligen. Denn nur wer fragt, erhält Antworten.

Zum anderen sind Befragungen immer auch Stimmungsbarometer für Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen.

Und nicht zuletzt liefern sie gute Argumente für Forderungen der anstehenden Tarifrunden.

Die Antworten und Argumente der letzten Beschäftigtenbefragung im Jahr 2018 haben beispielsweise auch ein großes Echo in den Medien gefunden und für eine sehr positive Einstellung der öffentlichen Meinung - vor allem auch der Medien - gegenüber unserer Arbeitszeitkampagne gesorgt.

Deshalb ist auch die Beschäftigtenbefragung in diesem Jahr so wichtig!

Und diesmal gibt es noch eine weitere Aufgabe: Die Folgen der Corona-Krise haben dazu geführt, dass wir weniger Neumitglieder aufnehmen.

Um die Mitgliederverluste in diesem Jahr zumindest zu begrenzen, müssen wir jetzt noch intensiver in den Dialog mit den Beschäftigten treten. Eine sehr gute Gelegenheit Noch-Nichtmitglieder anzusprechen, ist die Beschäftigtenbefragung.

Tipps und Hinweise für die Ansprache

Damit möglichst viele Kolleginnen und Kollegen mitmachen, hat Gabriel Böning, Projektsekretär in der Geschäftsstelle Ulm, hier für Dich und Dein Team die vier wichtigsten Tipps zusammengestellt:

  1. Auf den Start kommt es an

    Es braucht ein deutlich wahrnehmbares Startereignis, um die Befragung bekannt zu machen. Ihr könnt zum Beispiel mit einer Flyeraktion am Werkstor oder einer Vorstellung auf der Betriebsversammlung anfangen.

  2. Persönliche Ansprache ist entscheidend

    Das Versenden von Newslettern bringt für eine Befragung nur wenig Resonanz, so unsere Erfahrung in Ulm. Eine persönliche Ansprache ist entscheidend für einen guten Rücklauf und Mitgliedererfolge. Dies sollte möglichst systematisch geplant werden. Dafür müsst Ihr klären: Wer spricht wen in welchem Bereich an?

  3. Kommunikation ist wichtig

    Schon jetzt sollte die spätere Kommunikation der Befragungsergebnisse mitgedacht werden.

  4. Persönliches Gespräch zur Orientierung

    Damit die Befragung mitgliederwirksam wird, braucht es eine klare Orientierung. Mein Tipp: Im persönlichen Gespräch zur Befragung unbedingt auch die Mitgliederfrage stellen! Ein kurzer Gesprächsleitfaden hat sich bewährt, den wir Dir gerne zur Verfügung stellen.

Handreichung zur Beschäftigtenbefragung: Gesprächsleitfaden (PDF-Datei)

Kurzarbeit für Qualifizierung nutzen

Qualifizierung in Kurzarbeit: Arbeitgeber könnten 2021 Geld sparen, indem sie in Qualifizierung investieren - ein Gewinn für alle.

Die Bundesregierung hat eine Verlängerung der Regelungen zur Kurzarbeit bis Ende 2021 auf den Weg gebracht. Bis Ende November 2020 soll das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein.

Darin enthalten ist eine Änderung zur Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge in Verknüpfung mit Qualifizierung.

SymbolbildKurzarbeit für Qualifizierung nutzen

Erstattung Sozialversicherungsbeträge wird im 2. Halbjahr 2021 an Qualifizierung geknüpft

Bis 30. Juni 2021 soll eine Fortsetzung der vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge erfolgen.

Vom 1. Juli bis 31. Dezember 2021 gilt dann eine hälftige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, die bis Ende Juni 2021 Kurzarbeit eingeführt haben.

Die ab dem 1. Juli 2021 geltende hälftige Erstattung kann auf 100 Prozent erhöht werden, wenn eine Qualifizierung während der Kurzarbeit erfolgt.

Zu beachten ist allerdings:

Die hälftige Erstattung erfolgt nur für Beschäftigte, die an einer Qualifizierung nach § 82 SGB III teilnehmen.

Nicht berücksichtigt werden damit beispielsweise Qualifizierungen, die nicht nach § 82 SGB III förderfähig sind, wie beispielsweise Techniker, Meister oder Studium sowie auch eigenständig seitens des Arbeitgebers durchgeführte und finanzierte Qualifizierungen.

Politische Debatte zu den geplanten Änderungen: IG Metall fordert Nachbesserung

Das Prinzip, Qualifizierung und Kurzarbeit zu verbinden, halten wir für sehr gut. Beim Anreiz zur Verknüpfung von Kurzarbeit und Qualifizierung sieht die IG Metall Baden-Württemberg jedoch Nachbesserungsbedarf.

Die geplante Regelung, wonach für eine hälftige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge nur Qualifizierungen nach § 82 SGB III berücksichtigungsfähig sind, ist deutlich zu eng.

Insbesondere "höherwertige Qualifizierungen", die im Zuge der Transformation eine besondere Relevanz haben, bleiben damit außen vor.

Diese Forderungen bringt die IG Metall Baden-Württemberg aktiv in den Gesetzgebungsprozess ein.

Was bedeutet das für die betriebliche Praxis?

Viele Betriebe planen derzeit das Jahr 2021 - und wissen schon, wie sie Kurzarbeit nutzen werden. Parallel werden in einigen Betrieben auch Qualifizierungspläne für 2021 erstellt.

Damit die Betriebe nun möglichst umfassend die staatlichen Fördermittel nutzen, gilt es, entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen zu planen. Es macht schließlich keinen Sinn, finanzielle Mittel herzugeben und nicht in Qualifizierung zu investieren.

Der Betriebsrat kann dazu die Debatte eröffnen und gegebenenfalls die entsprechenden Betriebsvereinbarungen zur Kurzarbeit anpassen.

Gerne unterstützt das Transformationsteam der IG Metall Baden-Württemberg dabei aktiv vor Ort. Wendet Euch an die Betriebsbetreuerinnen und Betriebsbetreuer und überlegt gemeinsam, wie das Transformationsteam Euch in dieser Frage unterstützen kann.

Falls weitere Fragen dazu bestehen, wendet Euch an Claudia Dunst. Sie ist die bezirkliche Ansprechpartnerin für das Thema (E-Mail: claudia.dunst@igmetall.de).

Was ist Qualifizierung nach § 82 SGB III

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können abweichend von § 81 bei beruflicher Weiterbildung im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses durch volle oder teilweise Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn

  1. Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen,
  2. der Erwerb des Berufsabschlusses, für den nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist, in der Regel mindestens vier Jahre zurückliegt,
  3. die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer in den letzten vier Jahren vor Antragsstellung nicht an einer nach dieser Vorschrift geförderten beruflichen Weiterbildung teilgenommen hat,
  4. die Maßnahme außerhalb des Betriebes oder von einem zugelassenen Träger im Betrieb, dem sie angehören, durchgeführt wird und mehr als 120 Stunden dauert und
  5. die Maßnahme und der Träger der Maßnahme für die Förderung zugelassen sind.

24. September 2020

Virtuelle Funktionärskonferenz

Die zweite virtuelle Funktionärskonferenz war ein voller Erfolg. Über 2.000 Metallerinnen und Metaller waren live an über 400 Geräten dabei - in Public Viewing-Veranstaltungen, gemeinsam im Büro oder zu Hause am Bildschirm - und haben das Streitgespräch zwischen IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger und Südwestmetall-Chef Dr. Stefan Wolf verfolgt und Stimmen aus den Betrieben gehört. Schön, dass auch Du dabei warst!

SymbolbildBeschäftigtenbefragung: Fragen und Antworten

Die zahlreichen Aktionen in dieser Woche zeigen: Nur wenn wir gemeinsam aktiv werden, werden wir erfolgreich sein. Lasst uns gemeinsam gegen Jobstreichungen und den Angriff auf Tarifstandards kämpfen und alle Kolleginnen und Kollegen für unsere Positionen gewinnen!

Die beste Gelegenheit dazu ist jetzt die Beschäftigtenbefragung.

Das ist auch eine gute Gelegenheit, mit Beschäftigen ins Gespräch zu kommen und Noch-Nichtmitglieder für die IG Metall zu gewinnen. Nur so wird es uns gelingen, stark in den Betrieben zu bleiben.

Weitere Informationen, Fragen und Antworten zur Beschäftigtenbefragung findest Du beim IG Metall Vorstand.

Denn nur wenn wir viele sind, sind wir stark und durchsetzungsfähig.

Wie es mit der Kampagne "Solidarität gewinnt!" bei Dir vor Ort weitergeht, erfährst Du in Deiner Geschäftsstelle.

16. September 2020

Wir stehen solidarisch zusammen

Die Sommerferien sind vorbei und es geht bereits hoch her.

Allein letzte Woche wurde der Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen angekündigt, weitere werden folgen.

Unsere Position ist klar: Wir müssen solidarisch zusammenstehen, wenn es darum geht Beschäftigung und Einkommen zu sichern. Darüber hinaus stehen wir vor etlichen Tarifrunden.

Dazu mehr im Video von Roman Zitzelsberger.

SymbolbildYouTube: Video ansehen

Virtuelle Funktionärskonferenz am 24.09.2020 - Sei dabei!

Unsere gemeinsame Kampagne "Solidarität gewinnt!" nimmt weiter an Fahrt auf.

Gemeinsam stehen wir zusammen und halten offensiv dagegen, wenn die Arbeitgeber in vielen Betrieben Jobs abbauen und tarifliche Leistungen kürzen wollen. So ist es uns - wie beispielsweise bei ZF in Friedrichshafen - gelungen, Standorte und Beschäftigung zu sichern.

SymbolbildAnmelden zur virtuellen Funktionärskonferenz

Die Konflikte werden im Herbst härter werden. Gleichzeitig stehen wir nicht nur in der Metall- und Elektroindustrie, sondern insbesondere auch im Kfz-Handwerk, bei Textil und Bekleidung sowie Edelmetall vor Tarifrunden.

Auf der virtuellen Funktionärskonferenz am 24. September 2020 ab 15:30 Uhr werfen wir einen Blick auf die anstehenden Herausforderungen, wie die bald startende Beschäftigtenbefragung und die anstehenden Tarifrunden. Dazu planen wir verschiedene Live-Berichte aus Betrieben.

Unter diesem Link kannst du Dich für die virtuelle Funktionärskonferenz anmelden.

Rechtzeitig vor der Funktionärskonferenz bekommst Du dann einen Einladungs-Link mit den Einwahldaten zugeschickt.

Sei dabei, wenn es heißt "Solidarität gewinnt!".

Und noch eine Idee von uns: Mach' es doch wie zahlreiche andere Metaller in Baden-Württemberg: Verabrede Dich zur gemeinsamen Teilnahme an der Funktionärskonferenz mit deinen Kolleginnen und Kollegen aus dem BR- und VL-Gremium und verfolgt beispielsweise im BR-Büro gemeinsam die Funktionärskonferenz.

Kurs bestimmen.
#fairwandel Beschäftiftenbefragung 2020

Vom 21. September bis 30. Oktober 2020 führt die IG Metall eine Online-Beschäftigtenbefragung durch.

Mit der Befragung 2020 wollen wir in den direkten Austausch im Betrieb kommen und als IG Metall deutlich sichtbar sein.

Sie gibt Anlass für die direkte Ansprache und Beteiligung.

Vor uns liegen Tarifrunden, ein Superwahljahr 2021 mit einer Vielzahl von Landtagswahlen und der Bundestagswahl, aber auch die Vorbereitung zur Betriebsratswahl 2022.

Gründe genug, ein Meinungsbild der Beschäftigten einzuholen.

PDF-Datei: Präsentation anzeigen

Homeoffice muss fair!

Der Corona-Lockdown hat gezeigt: Mobiles Arbeiten aus dem Homeoffice funktioniert!

Jetzt geht es darum, ein neues Gleichgewicht von mobiler Arbeit und Arbeit im Betrieb anzustreben.

Denn Homeoffice muss fair sein!

Auch ist die aktuelle Situation eine große Chance, Angestellte von einer Mitgliedschaft in der der IG Metall zu überzeugen.

PDF-Dateien:
Plakat "Mobiles Arbeiten"
Faktenblatt "Mobiles Arbeiten"ss

Mobbing von Betriebsräten

Schlaflose Nächte, Existenzangst, Kummer: Einige Arbeitgeber treiben ihre Betriebsräte in die Krankheit.

Strategisch, systematisch. Oft mit Hilfe von Anwälten.

Die IG Metall unterstützt die Opfer. Austausch und Netzwerke sollen die illegalen Angriffe auf Betriebsräte öffentlich machen.

Deshalb findet auch in diesem Jahr zum siebten Mal in Mannheim die Konferenz "Betriebsräte im Visier"s statt.

Erschließer, Juristen und Betroffene diskutieren über ihre Erfahrungen und Abwehrstrategien.

SymbolbildKonferenz BR im Visier

04. August 2020

Gute Erholung und Kraft tanken - Im Herbst geht's weiter

SymbolbildYouTube: Video ansehen

Was für ein Jahr!

Corona hat uns fest im Griff und mittlerweile befinden wir uns in einer Weltwirtschaftskrise.

Aber es ist auch viel gelaufen: Vereinbarungen, die Sicherheit und Perspektiven bieten, wurden getroffen.

Doch jetzt ist Zeit, durchzuatmen und den Urlaub zu genießen.

Im Herbst geht es weiter, kündigt Roman Zitzelsberger in seinem Video an.

Vergütung von Betriebsräten während der Kurzarbeit

In vielen Betrieben wird immer noch kurzgearbeitet. Beschäftigte erhalten Kurzarbeitergeld. Doch was gilt für die Vergütung der Betriebsräte? Die Bezahlung von Betriebsratsmitgliedern während der Kurzarbeit hängt davon ab, ob die Betroffenen ganz, teilweise oder gar nicht freigestellt sind. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine fachliche Weisung dazu herausgegeben.

Bei vollständiger Freistellung gilt Folgendes: Zeiten der Kurzarbeit sind für den Betrieb kritische Zeiten. Die Aufgaben des Betriebsrats (BR) nehmen in dieser Zeit eher zu als ab.

Vollständig freigestellte Betriebsräte haben grundsätzlich einen Anspruch darauf, ihre bisherige Vergütung ungekürzt weiter zu erhalten. Sie haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld (bzw. keinen Bedarf). Eine Kürzung der Vergütung auf das Niveau des Kurzarbeitergelds ist nicht zulässig.

Freigestellte BR-Mitglieder müssen nur dann eine entsprechende Minderung des Arbeitsentgelts hinnehmen, wenn sich auch die BR-Tätigkeit entsprechend verringert hat.

SymbolbildCorona, Krise, Kurzarbeit

Es zählt die tatsächlich geleistete Betriebsratsarbeit: Anspruch auf ungekürzte Vergütung haben voll freigestellte Betriebsratsmitglieder nur dann, wenn sie erforderliche Betriebsratstätigkeiten auch in Vollzeit ausüben.

Fällt in einem Monat zum Beispiel gar keine oder wenig Betriebsratsarbeit an, besteht auch kein Anspruch auf volle Vergütung.

Es gilt das Benachteiligungsverbot.

Betriebsräte haben in einem solchen Monat einen Vergütungsanspruch, der wenigstens dem entspricht, was sie erhielten, wenn sie ebenfalls in Kurzarbeit wären.

Fällt Mehrarbeit an, wie derzeit häufig wegen Corona, steht den voll freigestellten Betriebsratsmitgliedern Freizeitausgleich zu.

Den genauen Wortlaut findest Du in den fachlichen Weisungen zum Betriebsrats-Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit unter Ziffer 1.2.6. (Tätigkeit von Betriebsratsmitgliedern).

Arbeitsagentur: PDF-Datei

Qualifizierung - kein Thema während Kurzarbeit? Das müssen wir ändern!

Systematische Qualifizierung ist trotz des Tarifvertrages (TV) Qualifizierung und der Regelung im "TV Kurzarbeit und Beschäftigung" in vielen Betrieben kein Thema bzw. nicht ausreichend. Angesichts der aktuellen Corona-Krise wird jedoch deutlich, dass die Beschäftigungsfähigkeit der Kolleginnen und Kollegen im Blick bleiben muss: Das betrifft das Thema Gesundheit und das Thema Qualifikation für veränderte betriebliche Rahmenbedingungen. Die Transformation wird derzeit beschleunigt, was Konsequenzen für die Zukunft hat.

Qualifizierungsplanung? Fehlanzeige laut Stimmungsbarometer.

SymbolbildQualifizierung während der Kurzarbeit!

Im aktuellen Stimmungsbarometer der IG Metall Baden-Württemberg hält eine Mehrheit (61,2 Prozent) der Betriebsräte die Qualifizierungsplanung des Unternehmens für "eher nicht" ausreichend.

Erhoben wurde ebenso, ob die Qualifizierungsangebote auch neue Anforderungen an den Arbeitsplatz umfassen. Eine knappe Hälfte der Betriebe (46,5 Prozent) spricht hier von "teilweise".

Die Zeit ist mehr als reif, die weiteren, von Kurzarbeit geprägten Monate, klug zu gestalten.

Roman Zitzelsberger dazu: Arbeitgeber, Politik und IG Metall sind jetzt gefordert, dass die Beschäftigten die Kurzarbeit für Qualifizierung und Weiterbildung nutzen können. Die Beschäftigten müssen für die Transformation vorbereitet werden, Qualifizierung ist die Grundlage. Nur so kann die Krise, die auch viele strukturelle Schwächen der Betriebe ans Tageslicht bringt, bewältigt werden.

Entsprechend werben wir als IG Metall in den Betrieben für eine Offensive für Qualifizierung.

Gleichzeitig mahnen wir eine aktivere Rolle der Landespolitik in puncto Qualifizierung für die Transformationsstrategie an.

Stark machen für Qualifizierung

In den kommenden Wochen und Monaten machen wir uns noch besser auf den Weg. Neben Publikationen der IG Metall (z.B. "Den Wandel gestalten." PDF-Datei) können wir dafür jetzt auch Regelungen aus dem "Gute-Arbeit-von-Morgen"-Gesetz nutzen. Dazu gehört:

  • Höhere Fördersätze bei sozialpartnerschaftlichen Vereinbarungen
  • Höhere Fördersätze bei erhöhtem Weiterbildungsbedarf
  • Die Weiterbildungsmaßnahme dauert mehr als 120 Stunden (vorher mehr als 160 Stunden)
  • Ab 01/2021: Sammelanträge von Betrieben, d.h. nur ein Antrag des Arbeitgebers für alle betroffenen Beschäftigten, wenn Qualifikation, Bildungsziel oder Weiterbildungsbedarf der Beschäftigten vergleichbar sind
  • Rechtsanspruch auf Förderung einer berufsabschlussbezogenen Weiterbildung (für Un- und Angelernte mit positiver Prognoseeinschätzung)
  • Verbesserte Fördermöglichkeiten für Qualifizierungen in Transfergesellschaften (unabhängig von Alter und Berufsabschluss)
  • Befreiung von 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge in Kurzarbeit, wenn qualifiziert wird (dauerhafte Regelung). Derzeit komplette Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen.

Zusammen sind wir stark

Das Transformationsteam der IG Metall Baden-Württemberg unterstützt Euch - vor Ort in der Geschäftsstelle und im Betrieb - ganz praktisch bei der Klärung der Fördermöglichkeiten, der Suche nach spezifischen Transformationsweiterbildungen und den Diskussionen in den Betriebsratsgremien und mit den Arbeitgebern oder/und der Mobilisierung der Beschäftigten.

Ansprechpartnerin ist Claudia Dunst (claudia.dunst@igmetall.de).

Vier zentrale Aufgaben der IG Metall

  1. Neue Anforderungen (Digitalisierung, Elektromobilität, veränderte Aufgabenzuschnitte) diskutieren und Qualifikationsanforderungen klären
  2. Bildungsplanung im Betrieb vorantreiben (einschließlich der Beteiligung der Beschäftigten)
  3. Abstimmung mit der Agentur für Arbeit zur Qualifizierung in Kurzarbeit bzw. Qualifizierungschancengesetz, um Fördermittel zu erhalten
  4. Qualifizierung in Transfergesellschaften verbessern

16. Juli 2020

Sommerwerbeaktion: Jetzt Noch-Nichtmitglieder gewinnen

Bis 30. September Nichtmitglieder für unsere Ideen gewinnen und ein Geschenk erhalten - so geht es: Werber oder Werberin ins Beitrittsformular eintragen. Nach Eingang von zwei Beitritten erhalten die Werberinnen und Werber nicht nur ihre Prämie (15-Euro-Gutschein oder Gremienwerbung) sondern auch einen Aktionscode. Damit können sie unter www.igmetall.de/mit-dir eins von drei Dankeschön-Geschenken aussuchen.

Die Unsicherheit in den Betrieben wächst. Nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch unsere Tarifverträge und Arbeitsstandards geraten in einer Vielzahl von Betrieben unter Druck.

Gleichzeitig ist es coronabedingt schwieriger neue Mitglieder zu gewinnen.

Die Sommerwerbeaktion bietet Werberinnen und Werber zur üblichen Werbeaktion und Prämie eine zusätzliche Wertschätzung: Wer im Aktionszeitraum Juli, August und September einmalig zwei neue Mitglieder gewinnt, kann sich eines von drei Dankeschön-Geschenken aussuchen.

SymbolbildDankeschön für Dein Engagement

Dafür muss der Name der Werberinnen und Werber auf der Beitrittserklärung eingetragen sein. Sie erhalten dann einmalig einen Aktionscode.

Damit können sie eines von drei Produkten bestellen. Zur Auswahl stehen eine Fahrrad-Hinterradtasche von Ortlieb, eine Grillschürze von IBENA und ein XL-Strandtuch von Vossen.

Union Summer School: Drei Tage Gewerkschaftsfeeling pur

Mit der IG Metall für gerechte Arbeitsbedingungen kämpfen

Cover PDF-DateiEinladung als PDF-Datei

Du hast Lust fast drei Tage mit uns über die aktuelle Situation in den Betrieben zu diskutieren?

Du willst Dich gemeinsam mit der IG Metall dagegen wehren, dass die Beschäftigten die Kosten der Corona-Krise zahlen?

Du wolltest schon immer mal Organizing-Methoden kennenlernen, Kampagnen planen und für eine gerechte Arbeitswelt kämpfen?

Sei dabei!

Dann bist Du in unserer Union Summer School genau richtig. Diskutiere mit uns über die aktuellen Entwicklungen und erlerne Organizing-Methoden in Workshops.

Hier findest Du weitere Informationen:
https://gep-igm.de/
Einladung (PDF-Datei)

Urlaubsreise in Risikogebiete? Die wichtigsten Antworten.

Für viele Kolleginnen und Kollegen beginnen bald die schönsten Tage im Jahr: der Urlaub. Trotz Reisewarnung werden einige Urlauber auch in Corona-Risikogebiete fahren, um beispielsweise endlich mal wieder die Familie zu besuchen.

Doch was bedeutet das für die Rückkehr? Was habe ich zu beachten? Bekomme ich trotz Quarantäne Geld vom Arbeitgeber?

Ob es sich lohnt, den Ärger im Betrieb in Kauf zu nehmen muss allerdings jeder für sich entscheiden.

SymbolbildIG Metall Deutschland: Sommer, Sonne, Urlaub

Auswahl der Risikogebiete

Zu den Risikogebieten gehört unter anderem: Bosnien und Herzegovina, Kosovo, Luxemburg, Nordmazedonien, Russische Föderation, Serbien, Türkei, USA, Weißrussland (Robert Koch-Institut, Stand 15.07.2020).

Beim Robert Koch-Institut (RKI) gibt es die aktuelle und komplette Liste der internationalen Risikogebiete.

Muss ich dem Arbeitgeber sagen, wohin ich fahre?

Nein, eine arbeitsrechtliche Verpflichtung dazu besteht nicht.

Von einer Reise in ein Risikogebiet wird der Arbeitgeber dennoch mit hoher Wahrscheinlichkeit erfahren. Es wird zumindest bei der Rückkehr dazu geraten, den Arbeitgeber zu informieren, da dieser auch eine Fürsorgeverpflichtung für alle Beschäftigten innehat.

Was habe ich bei der Rückkehr aus dem Risikogebiet zu beachten (Baden-Württemberg)?

Rückkehrer müssen grundsätzlich (egal, ob gesund oder krank):

  1. sich auf direktem Wege 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben,
  2. unverzüglich nach ihrer Rückkehr die zuständige Behörde (im Zweifel das Ordnungsamt) benachrichtigen, insbesondere bei Auftreten von Symptomen einer Erkrankung mit COVID-19,
  3. dürfen keine Personen empfangen, die nicht zum Hausstand gehören und
  4. den Arbeitgeber über die Abwesenheit aufgrund der Quarantäne informieren.

Falls die Punkte 1.-3. nicht befolgt werden drohen Bußgelder bis zu einer Höhe von 25.000 Euro. Ein Verstoß gegen 4. kann arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Bekomme ich während der 14-tägigen Quarantäne weiterhin mein Geld vom Arbeitgeber?

Ja, denn der Arbeitgeber muss nach § 56 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung für die Behörde an den Beschäftigten auszahlen, notfalls mittels der Inanspruchnahme des Rechtsschutzes der IG Metall.

Auf Antrag kann der Arbeitgeber sich diese von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Der Antrag ist online abrufbar.

Die Höhe entspricht grundsätzlich dem Nettoentgelt.

Die Möglichkeit im Home-Office oder mobil zu arbeiten sollte wahrgenommen werden, da schon bei der Möglichkeit die Voraussetzungen für die Entschädigung wegfallen!

Kann ich die Quarantäne trotz Reise in ein Risikogebiet auch verhindern (Baden-Württemberg)?

Ja, das geht tatsächlich. Dazu muss der Behörde, der die Rückkehr gemeldet wird, ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorhanden sind.

Der molekularbiologische Test darf frühestens 48 Stunden vor der Einreise in die Bundesrepublik erfolgt und muss grundsätzlich in einem Land der Europäischen Union vorgenommen worden sein.

Teilweise bieten Arbeitgeber die Möglichkeit eines Tests auch an. Es wird allerdings dringend dazu geraten ein Testvorhaben, wegen der Quarantänepflicht, vorher mit der Behörde abzustimmen.

Was muss ich zusätzlich beachten, wenn ich krank zurückkehre?

Bei einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Erkrankung mit COVID-19 kann im Einzelfall der gesetzliche Entgeltfortzahlungsanspruch bei Krankheit wegfallen. Allerdings besteht parallel ein Anspruch auf Entschädigung aus dem Infektionsschutzgesetz.

Diesen muss der Arbeitgeber, wie bei der Quarantäne s. o., auszahlen, aber nur für höchstens sechs Wochen. Ab der siebten Woche sinkt die Höhe auf das Niveau des gesetzlichen Krankengelds und wird auf Antrag direkt von der Behörde gezahlt.

Bei einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer sonstigen Erkrankung gibt es keine Besonderheiten zu beachten. Hier besteht grundsätzlich der gesetzliche Entgeltfortzahlungsanspruch.

02. Juli 2020

Mitmachen

Unterzeichne unsere Petition!

Du willst die Forderungen der IG Metall unterstützen?

Momentan sammeln wir in ganz Baden-Württemberg Unterschriften dafür. Auch Deine Kolleginnen und Kollegen können mitmachen.

Zur Online-Petition für Beschäftigung.

Zur Petition als Word-Dokument zum Verteilen.

Wenn wir Menschen ansprechen, können wir mehr werden

Ein kluger Mann hat mal gesagt: Wir sind nur so stark, wie wir vereint sind und so schwach, wie wir getrennt sind. (Albus Dumbledore - Leiter der Zauberschule Hogwarts).

Harry Potters Schulleiter hat recht: Nur gemeinsam sind wir stark.

Deshalb: Sprecht mit Euren Kolleginnen und Kollegen im Betrieb - natürlich mit 1,5 m Abstand.

Die Themen und Forderungen der Kampagne betreffen uns und die Beschäftigten. Nutzt die Kampagne zur Ansprache von Mitgliedern und Noch-Nichtmitgliedern. Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Die Kampagne "Solidarität gewinnt!" und unsere Forderungen sind eine gute Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen.

Mitmachen und beitretten: Beitrittserklärung als PDF-Datei oder Online beitretten.

Anmeldung zu den Kommunikationstraining.

SymbolbildGemeinsam aktiv werden: Online beitretten

Was denken Deine Kolleginnen und Kollegen? Frage Sie!

Du willst wissen, wie es Deinen Kolleginnen und Kollegen geht und was sie beschäftigt? Wie wäre es mit einer Umfrage?

SymbolbildWas denken die Beschäftigten? Frage Sie!

Eine Befragung ist sowohl analog als auch digital möglich.

Hier findest Du Beispiele für Papiervorlagen als PDF-Datei:
Umfrage
Umfrage Arbeitsbedingungen
Umfrage Kinderbetreuung

Und hier ein Vorlage für eine Netigate-Umfrage.

Bitte melde Dich bei Deiner Geschäftsstelle, wenn Du eine Befragung machen willst und diese Vorlagen benötigst. Die Umfragen können betrieblich jederzeit angepasst werden. Dein Betriebsbetreuer der IG Metall unterstützt Dich dabei.

Bleibe in Kontakt mit den Beschäftigten

Du willst Deine Kolleginnen und Kollegen schnell und unkompliziert auf dem Laufenden halten, Dir fehlen allerdings die aktuellen Kontaktdaten? Dann nutze die Kontaktkarte, die wir Dir hier zum Download zur Verfügung stellen.

Hier die Vorlagen für die Kontaktkarten (PDF-Datei und Publisher-Datei zum Bearbeiten).

Und hier geht es zu einer Vorlage für eine Kontaktkarte kombiniert mit der Petition (PDF-Datei).

Unterstützung bekommst du auch von Deiner Geschäftsstelle vor Ort.

SymbolbildMit Abstand in Kontakt bleiben

Gute Beispiele für Aktionen im Betrieb

Du möchtest die Kampagne in Deinem Betrieb einsetzen?

Aktiv im BetriebIm Betrieb: "Solidarität gewinnt!"

Hier findest Du die ersten Beispiele, wie andere Metallerinnen und Metaller Aktionen im Betrieb umgesetzt haben.

Außerdem bieten wir Dir Vorlagen für Flyer, Plakate und Flugblätter.

Hier gibt es Flyer (PDF-Datei), Plakate (PDF-Datei, Publisher-Datei) und Flugblätter (PDF-Datei).

Übrigens: Konzepte für einen Workshop mit Deinem Gremium zur Kampagnenplanung gibt es in Deiner Geschäftsstelle. Dein Betriebsbetreuer unterstützt Dich jederzeit!

29. Juni 2020

PDF-Datei

Webtalk zur Zukunft der Mobilität

Franziska Heinisch, Ola Källenius und Roman Zitzelsberger im Gespräch

Mobilität ist in aller Munde und gerade im Südwesten ein emotionales Thema. Es geht um den Wunsch nach einer individuellen preiswerten Mobilität, um hunderttausende Arbeitsplätze, aber auch um die Klimadebatte.

Darüber diskutieren Franziska Heinisch (Generationen Stiftung), Ola Källenius (Daimler AG) und Roman Zitzelsberger (IG Metall Baden-Württemberg) in einem Webtalk am Mittwoch, 01.07.2020 um 18:30 Uhr.

Webtalk der IG Metall auf Zoom.

Franziska Heinisch, Ola Källenius und Roman Zitzelsberger im WebtalkWebtalk am 01. Juli um 18:30 Uhr

Kurzarbeitergeld (KUG): Unser Rechner bringt einen groben Überblick

Mit dem exklusiven Kurzarbeitergeld-Rechner können Beschäftigte der M+E-Industrie annäherungsweise ihr monatliches Einkommen in Kurzarbeit ermitteln. Aber Achtung: Er kann viele Besonderheiten - beispielsweise Schichtarbeit - nicht berücksichtigen!

SymbolbildKUG-Rechner der IG Metall

Die IG Metall Baden-Württemberg hat bereits vor Jahren beim Kurzarbeitergeld weitergehende tarifliche Zuzahlungen der Arbeitgeber vereinbart. Das heißt: Bei Kurzarbeit null bekommen Beschäftigte mindestens rund 80,5 Prozent ihres normalen monatlichen Nettogehalts - zusammengesetzt aus Kurzarbeitergeld der Arbeitsagenturen und Zuzahlungen tarifgebundener Arbeitgeber.

Abhängig von Arbeitsumfang und Anwendung des Tarifvertrags steigt der Nettoverdienst in Kurzarbeit auf maximal 97 Prozent. Hier könnt Ihr für die Metall- und Elektroindustrie Euer Kurzarbeitergeld ausrechnen.

Hier geht's zum aktualisierten KUG-Rechner der IG Metall Baden-Württemberg.

Hinweis

Der Kurzarbeitsrechner soll dazu dienen, eine Vorstellung von den Auswirkungen der Kurzarbeit auf die individuellen Lebensverhältnisse zu bekommen.

Er eignet sich nicht dazu, die Entgeltabrechnung zu prüfen, denn er kann viele Besonderheiten - beispielsweise Schichtarbeit - nicht berücksichtigen.

Die im Kurzarbeitsrechner unterstellten Nettoannahmen berücksichtigen weder die Besonderheiten von Schichtarbeit noch andere Sachverhalte, die sich auswirken können, beispielsweise private Krankenversicherungen.

Film: Warum Leihbeschäftigte auf unsere Solidarität zählen können

Für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sind die Arbeitsbedingungen oft schlechter und die Beschäftigung ist unsicher: in der aktuellen Krise mehr denn je.

Da ist es gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Die IG Metall steht als starke Partnerin an der Seite der prekär Beschäftigen.

Unser Film macht das deutlich und ist geeignet für Betriebsversammlungen, Gremientreffen oder zum Teilen in den Sozialen Medien.

Schau' Dir den Film auf YouTube an.

SymbolbildVideo ansehen: Solidarität gewinnt!

Willkommens-Flugblatt für Leihbeschäftigte in 18 Sprachen

SymbolbildFlugblatt in verschiedenen Sprachen (ZIP-Datei)

Während und nach der Krise wird zum Beschäftigungsaufbau in den Betrieben Leiharbeit zum Einsatz kommen.

Die Leihbeschäftigten mit einem "Herzlich willkommen!" im Betrieb anzusprechen, ist nicht nur ein Zeichen des Respekts, sondern auch eine gute Gelegenheit zur Mitgliederwerbung.

Dafür stellen wir Dir ein Flugblatt auf Deutsch und in 17 Fremdsprachen zum Selbstdrucken zur Verfügung. Du kannst es in Teilen bearbeiten und individualisieren.

Zum Flugblatt in verschiedenen Sprachen (ZIP-Datei).

Weitere Informationen: www.gute-arbeit-fuer-alle.de

23. Juni 2020

PDF-Datei

Ausnahmen gibt es nur gegen sichere Arbeitsplätze

Tarifpartner einigen sich auf Wege zur Bewältigung der Corona-Krise

Mit einem umfangreichen Katalog an Kürzungs- und Streichungsvorschlägen ist der Arbeitgeberverband Südwestmetall in die Gespräche um einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise gestartet. Die IG Metall Baden-Württemberg hat die Forderungen von Beginn an als überzogen zurückgewiesen - nach langem Ringen ist aber doch noch ein Ergebnis gelungen.

Fazit von Verhandlungsführer und Bezirksleiter Roman Zitzelsberger:

Einen pauschalen Angriff auf Arbeitnehmerrechte, Arbeitsplätze und Tarif-Standards konnten wir erfolgreich abwehren. Es kann aber Ausnahmen für Betriebe geben, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Existenznöte geraten sind. Für solche Fälle haben wir unter anderem Regelungen für Sanierungstarifverträge sowie die Möglichkeit für Stundungen von Sonderzahlungen vereinbart.

SymbolbildTarif-Newsletter vom 17. Juni

Dabei gilt stets: Sofern die Belegschaft Kostenbeiträge erbringt, bestehen wir auf dem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Alle weiteren Infos im Tarif-Newsletter vom 17. Juni.

Argumente rund um die Mobilitätsdebatte

Die IG Metall hält nach wie vor uneingeschränkt an den formulierten Klimazielen und der Transformation zu einer CO2-neutralen Mobilität fest. Daran hat sich durch das Eintreten für eine Kaufprämie für Pkw im Rahmen der Debatte um ein Konjunkturpaket zur kurzfristigen Stimulation der Wirtschaft nichts geändert.

SymbolbildFAQ zur Umweltprämie

Umweltprämie, neue Mobilitätskonzepte, Verbrennungsmotor und Arbeitsplätze, Klimawandel: Die Debatte ist komplex und nicht einfach. Umso wichtiger ist es, dass der eingeschlagene Kurs der IG Metall konsequent ist und sich an den realistischen Szenarien ausrichtet, ohne falsche Hoffnungen zu schüren.

Die Forderungen der IG Metall orientieren sich streng an einer Politik, die zu einer deutlichen Senkung der CO2-Emissionswerte beiträgt und gleichzeitig nachhaltig Beschäftigung und Unternehmen sichert. Nur wenn dieser Gleichklang gelingt, wird der Wirtschaftsstandort Deutschland die Folgen der Corona-Krise und die Transformation erfolgreich bewältigen können.

Auch in den Betrieben wird die Diskussion heftig geführt.

Wir haben für Dich Argumente und häufig gestellte Fragen zusammengefasst.

Hier geht's zu den Argumente
Hier geht's zu den Fragen und Antworten (FAQ)

1. IG Metall-Hackathon: Deine Ideen sind gefragt

Die Transformation dringt in alle unsere Lebensbereiche hinein. Verbunden mit Chancen und Risiken. Allem voran fordert sie Wandel: Diesen wollen wir solidarisch gestalten - für eine faire und gerechte Zukunft. Den Mut zur Veränderung haben wir, jetzt brauchen wir die Ideen. Mach mit beim 1. igm.dev Hackathon und erhalte bis zu 8.000 Euro für Deine Idee!

Unser Hackathon gibt die Möglichkeit für einen kurzen Zeitraum, gemeinsam verrückte Ideen zu entwickeln und Lösungen zu skizieren. Also zum Beispiel aus einem Matchbox-Auto einen E-Roller zu machen.

Für den 1. IG Metall-Hackaton brauchen wir kreative Köpfe: Egal, ob in kleinen Gruppen, mit Freunden oder alleine: Deine Kreativität und Deine Ideen sind gefragt.

Auf der Webseite können erste Idee eingereicht werden. Sie sollte klar verständlich sein, was deine oder eure Vorstellungen ist/sind.

Es geht hier nicht um abschließende Gedanken oder ein fertiges Projekt, sondern um die Grundidee, die in Phase 2 "Starte dein Projekt" erarbeitet wird.

Der erste "igm.dev Hackathon" beschäftigt sich mit fünf Themenbereichen, in denen verschiedene Projekte geplant und umgesetzt werden können.

SymbolbildHackathon #1: www.igm.dev

Die Themenbereiche sind bewusst recht weit gefasst, sodass ihr euch in euren Ideen nicht einschränken müsst. Es ist ebenso möglich, durch ein Projekt mehrere Themenbereiche zu umfassen.

Bei der Einreichung eines Projektes musst du allerdings das Hauptthema angeben zu dem dein Projekt passt.

  • Ausbildung und Studium digital
  • Beteiligung
  • Bildung digital
  • Mitglieder
  • Kommunikation

Du hast Ideen? Worauf wartest Du? Einfach Deine Ideen hier einreichen: igm.dev/projekt-einreichen.

Bis zum 26.06.2020 habt Ihr die Möglichkeit, Eure Projektideen online einzureichen.

Symbolbild Campact-PetitionInfos der IG Metall

Corona-Warn-App: Wie die IG Metall das Instrument bewertet

Die IG Metall bewertet die Corona-Warn-App als ein sinnvolles Instrument zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie.

Aber: Die Corona-Warn-App ist im Betrieb nur eine Ergänzung und kein Ersatz für die bisherigen Präventionsanstrengungen. Weiterhin gilt es durch technische, arbeitsorganisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen das Risiko einer Ansteckung von Beschäftigten untereinander zu minimieren.

Hierzu die Infos der IG Metall im Zusammenhang von Beschäftigungsverhältnis und Mitbestimmung.

Social-Media-Vorlagen für die Kampagne "Solidarität gewinnt!"

Social Media-Aktivitäten spielen in der Kampagne "Solidarität gewinnt!" eine bedeutende Rolle.

Mit unseren Vorlagen könnt Ihr schnell und einfach Posts für Facebook erstellen und bearbeiten und Eure betrieblichen Aktionen in den sozialen Medien teilen.

Hier geht's zu den Publisher-Vorlagen:
Vorlage 1
Vorlage 2

Und hier die JPEG-Grafik in hoher Auflösung.

SymbolbildGrafik in hoher Auflösung

Mitmachen: Unterzeichne unsere Petition!

Unterstütze unsere Forderungen und unterzeichne die Online-Petition!

Die Arbeitgeber nutzen die Krise, um tarifliche Standards und Mitbestimmungsrechte anzugreifen. Aber Tarifverträge gelten in guten und in schlechten Zeiten. Deshalb müssen wir jetzt zusammenstehen und die Herausforderungen offensiv und solidarisch angehen.

Verbreite weiterhin unsere Online-Petition, damit es noch mehr Unterschriften werden:
Petition auf Campact.de unterschreiben.

Du kannst die Petition auch ausdrucken: PDF-Datei.

09. Juni 2020

Solidarität gewinnt!

Der Auftakt der Kampagne "Solidarität gewinnt!" auf der Funktionärskonferenz Ende Mai mit 3.000 Betriebsräten und Vertrauensleuten war ein voller Erfolg! Die Online-Petition mit den zehn Forderungen wurde bereits mehr als 3.600 Mal unterzeichnet und die ersten Aktionen in Betrieben sind bereits in Planung. Weiter so!

Virtuelle Funktionärskonferenz

Der Auftakt der Kampagne "Solidarität gewinnt!" auf der Funktionärskonferenz Ende Mai mit 3000 Betriebsräten und Vertrauensleuten war ein voller Erfolg! Die Online-Petition mit den zehn Forderungen wurde bereits mehr als 3600 Mal unterzeichnet und die ersten Aktionen in Betrieben sind bereits in Planung. Weiter so!

Wer der Funktionärskonferenz aufgrund technischer Probleme oder anderer Termine nicht folgen konnte, kann sich hier alles noch einmal ansehen:
Video auf Vimeo (Passwort: igm2020bw)

SymbolbildVirtuelle Funktionärskonferenz (Passwort: igm2020bw)

Online-Petition

Verbreitet weiterhin unsere Online-Petition, damit es noch mehr Unterschriften werden.

Petition unterschreiben: Campact.de

Du kannst die Resolution auch ausdrucken: PDF-Datei

Vorlagen für Flugblätter, Petitionen, Forderungsplakate, Banner für Facebook und Co zur Kampagne "Solidarität gewinnt!" bekommst Du von Deiner zuständigen IG Metall-Geschäftsstelle.

Petition als Word-Datei.

Stark in rauen Zeiten

Der Film "Stark in rauen Zeiten" ist nun auch auf YouTube verfügbar.

IG Metall warnt vor sozialem Kahlschlag

Die IG Metall Baden-Württemberg verzeichnet eine wachsende Zahl an Ankündigungen von Sparplänen und Stellenabbau als Folge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

SymbolbildPressemitteilung der IG Metall Baden-Württemberg

Die Arbeitgeberverbände sowie etliche Mitgliedsunternehmen aus den verschiedenen Branchen begreifen die Krise offenbar als Rückenwind für den Abbau von Beschäftigung und unterlaufen dabei Arbeitnehmerrechte und Tarifverträge.

Der Bezirksleiter Roman Zitzelsberger gibt seine Einschätzung zur Situation der Betriebe und ihrer Beschäftigten in den Branchen der IG Metall im Südwesten wieder.

"Solidarität gewinnt!" - und wir machen sie erlebbar!

Unsere Kampagne "Solidarität gewinnt!" ist erfolgreich gestartet und etliche Betriebe planen Aktivitäten - nicht nur virtuell, sondern auch live mit den Beschäftigten vor Ort. Ein paar aktuelle Beispiele der Aktionen und Kämpfe stellen wir euch im Folgenden vor. Beteiligt waren Betriebsräte und Vertrauensleute gemeinsam mit Geschäftsstellen, Betriebsbetreuer/innen, sowie den Teams GEP und Transformation aus der Bezirksleitung.

Raiman - Abwehrkampf in Coronazeiten

Die Raiman Holzoptimierung GmbH in Freiburg mit knapp 100 Beschäftigten stellt Sägen für die Holzindustrie her und gehört zur Weinig AG.

Der Konzern hatte vor ein paar Wochen verkündet, dass der Standort von Freiburg nach Illertissen verlagert werden soll - über die Presse und ohne mit dem Betriebsrat und der IG Metall vorab das Gespräch zu suchen.

SymbolbildProtest bei Raimann Holzoptimierung in Freiburg

Die IG Metall hat sofort gemeinsam mit Betriebsrat und Vertrauensleuten im Betrieb mobilisiert. In sieben Abteilungsversammlungen an zwei Tagen wurden die Beschäftigten informiert, eine telefonische Zuschaltung war parallel möglich. Die Abstands- und Hygieneregeln wurden dabei sehr ernst genommen.

Auf den Versammlungen wurde die Forderung nach einem Alternativkonzept zur Verlagerung diskutiert, für welches sich letztlich 70 Beschäftigte ausgesprochen haben. Zudem wurde ein Aktivenkreis gebildet, der sich per Videokonferenz abstimmt und Interessierte erhalten Informationen zum Raiman-Konflikt per Telegram.

Bei einer aktiven Mittagspause im Hof von Raiman haben die Beschäftigten auf Plakaten eine mögliche Verlagerung kommentiert. Damit wurde die Aussage des Arbeitgebers ("Vielleicht wollen ja eine Reihe von Beschäftigten mitwechseln") klar widerlegt.

Die Ergebnisse der Abteilungsversammlungen und aktiven Mittagspause wurden in einem Flyer zusammengefasst und mit den Beschäftigten besprochen.

Ergebnis: In enger Abstimmung mit dem BR vor Ort und dem KBR-Vorsitzenden von Weinig hat die IG Metall durchgesetzt, dass Alternativkonzepte zur Verlagerung mit externer Unterstützung ernsthaft geprüft werden.

Heckler - Aufzahlung in Kurzarbeit durchgesetzt

Die Heckler AG in Niefern-Öschelbronn formt mit rund 200 Beschäftigten Kaltfließpressteile aus Stahl - vorwiegend für die Autoindustrie. Der Betrieb ist (noch) nicht tarifgebunden.

Aufgrund von Corona wurde Kurzarbeit eingeführt - ohne Aufzahlung wie in den tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie. IG Metall und Betriebsrat haben der Forderung nach einer Aufstockung des Kurzarbeitergelds bei Betriebsrundgängen und mittels eines Flugblatts Nachdruck verliehen.

Der Arbeitgeber hat daraufhin eingelenkt und es wurde eine Aufzahlung vereinbart.

Während der Rundgänge wurde festgestellt, dass die Belegschaft keine Masken durch den Betrieb gestellt bekommt.

Nun hat die IG Metall Masken mit IGM-Logo in der Belegschaft verteilt - und es haben sich viele Kolleginnen und Kollegen zur Gewerkschaft bekannt.

Damit ist wieder ein Schritt zum mittelfristigen Ziel der Tarifbindung gelungen.

Handtmann - Zukunftsperspektiven beteiligungsorientiert entwickeln

Handtmann hat rund 1.400 Beschäftigte und ist unter anderem Zulieferer für Verbrenner.

Der Arbeitgeber ist vor einem Jahr auf die IG Metall Ulm zugegangen, um eine Abweichung nach Pforzheim zu vereinbaren. Die IG Metall hat daraufhin einen Zukunftstarifvertrag erreicht.

Dieser sieht vor, dass die Hälfte der Beiträge der Beschäftigten in einen Zukunftsfonds kommt. Dieser wird für einen Arbeitnehmer-Innovationsprozess sowie Digitalisierung genutzt.

Im Arbeitnehmer-Innovationsprozess erarbeiten Beschäftigte mittels einer Befragung und in Workshops zentrale Probleme und entwickeln dafür Lösungen.

Im Zuge von Corona wurde ein Workshop mit Aktiven zur Vorbereitung der Umfrage als Webinar organisiert, die Umfrage wird derzeit unter den Beschäftigten verteilt.

Statt einer Betriebsversammlung, in der für die Befragung mobilisiert werden sollte, gibt es nun einen Videoclip. Zudem haben Betriebsrat und Geschäftsführung Präsenztreffen mit den Führungskräften (in kleinen Gruppen) organisiert, um der Befragung zusätzlichen Schub zu geben.

In den jeweiligen Arbeitsbereichen wird ebenfalls für die Befragung mobilisiert und auch die Weiterbearbeitung der Ergebnisse wird wieder in Präsenz geplant. Damit hat dieser Innovationsprozess die Krise gut umschifft und kann nun volle Fahrt aufnehmen.

Bosch Powertrain Solution - Verhandlungsbegleitung virtuell

Der Bereich Bosch PS arbeitet mit rund 9000 Beschäftigten an Antriebssträngen - in Forschung und Entwicklung wie in der Fertigung.

Der Autozulieferer ist vom Umstieg auf Elektroautos besonders betroffen, das war schon vor Corona klar. Betriebsräten und IG Metall ist es aber gelungen, Anfang 2020 Zukunftsvereinbarungen abzuschließen.

In der Corona-Krise arbeiten die Entwickler jetzt in Kurzarbeit und im Home-Office.

Vorteil hier: eine gute digitale Infrastruktur - auch für die gewerkschaftliche Arbeit. Die IG Metall hat zusammen mit den Vertrauensleuten regelmäßige Videokonferenzen angeboten und durchschnittlich eine Teilnahme von 130 Vertrauensleuten.

Dabei wurden unter anderem Defizite im betrieblichen Umgang mit der Kurzarbeit aufgedeckt und gemeinsam mit den Betriebsräten behoben. Zudem wurde eine Resolution zu aktuellen Verhandlungen bei Bosch PS entwickelt - als Stärkung für den Betriebsrat.

Die Forderungen: Regelmäßige Informationen zur Situation im Unternehmen, Beschäftigungssicherung und damit Planungssicherheit, Zukunftsperspektive durch Innovation und Qualifizierung der Beschäftigten.

Aufbauend auf diesen Diskussionen wurden per Newsletter 5.000 Mitglieder zur virtuellen Mitgliederversammlung eingeladen und per Videoclip zur Teilnahme motiviert. Thema der Mitgliederversammlungen waren die Verhandlungen zur Zukunft bei Bosch PS.

Künftig soll es auch wieder Präsenz-Aktionen geben - damit die Arbeitgeber spüren, dass es der IG Metall ernst ist mit der Zukunft für Bosch PS.

Gesundheitsschutz - Aktionen in Pforzheimer Betrieben

Die Geschäftsstelle Pforzheim hat in einem Web-Workshop mit Betriebsräten das Thema Gesundheitsschutz aufgegriffen und eine betriebliche Umfrage entwickelt, mit dem Ziel, ein Feedback zum Gesundheitsschutz in sechs Betrieben zu erhalten.

Die Umfrage wurde im Betrieb verteilt und auch per Mail ins Home-Office geschickt.

Durch die Befragung sammelte die IG Metall Kontakte für einen Telegram-Newsletter. Sie bietet zudem Unterstützung für die Betriebsräte/ Vertrauensleute an, die bei der Geschäftsführung auf Widerstand stoßen.

Schon jetzt ist klar: Es wurden Betriebe aktiviert, die zuvor eher skeptisch waren.

Fazit

Die Praxis zeigt: Wichtig für die Aktivitäten in den Betrieben ist, dass die IG Metall vor Ort sichtbar ist.

Wir sind da, weil wir etwas für die Beschäftigten erreichen wollen - im Gesundheitsschutz, für Qualifizierung, Standortsicherung und Tarifstandards. Und trotz Corona darf die Gewerkschaftsarbeit nicht am Werkstor oder der Bürotür aufhören!

Die Verknüpfung konkreter betriebs- und tarifpolitischer Anlässen mit den Corona-Regeln und einer guten Aktion vor Ort kam bei den Beschäftigten in allen Beispielen gut an.

Zudem konnte die Mitgliederzahl erhöht werden, da klargemacht wurde, dass eine Gewerkschaft immer nur so durchsetzungsstark sein kann wie die Zahl ihrer Mitglieder!

Drei Fragen an Conny Miltenberger

Conny Miltenberger ist Betriebsratsvorsitzende bei den Rauch Möbelwerken in Freudenberg. Dort vertritt sie rund 1.100 Kolleginnen und Kollegen und erläutert im Interview, warum die Kampagne "Solidarität gewinnt!" genau zum richtigen Zeitpunkt kommt und alle mitmachen müssen.

Conny MiltenbergerConny Miltenberger

Die Corona-Pandemie hat auch deinen Arbeitsalltag verändert. Hast du etwas aus der Krise gelernt, das du auch künftig bei deiner Arbeit beibehalten willst?

Die Krise hat mir bewusst gemacht, wie sehr ich den persönlichen Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen vermisse.

Wir als Betriebsratsgremium waren gemeinsam mit den Vertrauensleuten vor der Corona-Pandemie sehr viel schneller und näher an allen Kolleginnen und Kollegen dran. Ein Aushang kann in meinen Augen kein persönliches Gespräch oder eine Aktion ersetzen.

Was ich beibehalten möchte: Wenn möglich will ich das ein oder andere Telefongespräch durch eine Videokonferenz ersetzen, da ich meinem Gegenüber sehr gerne in die Augen schaue.

Was hältst du von der Kampagne "Solidarität gewinnt!" und warum ist diese gerade jetzt notwendig?

Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (Albert Einstein)

Ich finde die Kampagne großartig und wünsche mir sehr, dass alle Branchen jetzt zusammenhalten - selbst wenn sie noch nicht betroffen sind.

Wir müssen gemeinsam zeigen, dass wir es ernst meinen und nicht kampflos zusehen, wie unsere Kolleginnen und Kollegen entlassen werden oder wie Tarifverträge untergraben werden.

Deswegen appelliere ich an alle Metallerinnen und Metaller: Lasst uns den Arbeitgebern zeigen, wie die geballte Kraft der IG Metall BaWü aussieht, denn es kann uns alle irgendwann treffen.

Gewinnen die ersten Arbeitgeberverbände, wittern auch Arbeitgeber anderer Branchen Chancen für Sparprogramme und Jobabbau und das dürfen WIR nicht zulassen.

Welche potentiellen Themen siehst du, die sich in eurem Betrieb im Rahmen der Kampagne bearbeiten ließen? Wie geht es jetzt weiter?

Da unsere Arbeitgeberin ihre Hausaufgaben gemacht und sehr schnell auf die aktuelle Situation reagiert hat, sind wir im Moment in der glücklichen Lage, keine Kurzarbeit mehr zu benötigen.

Unsere aktuellen Themen im Betrieb sind Urlaub, Kinderbetreuung und Gesundheitsschutz, aber auch die politischen Forderungen der Kampagne sind für uns hier vor Ort sehr wichtig.

Der Betriebsrat und die Vertrauensleute werden sich den für unseren Betrieb wichtigsten Punkt zu "Solidarität gewinnt!" auswählen und die Kampagne tatkräftig unterstützen.

DGB-Gewerkschaften setzen Zeichen

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter stehen vor dem Willi-Bleicher-Haus zusammen und setzen ein Zeichen für eine solidarische, friedliche Gesellschaft.

Nachdem das Willi-Bleicher-Haus in Stuttgart von der rechtsextremen Identitären Bewegung mit Bengalos und einer Hassbotschaft angegriffen wurde, standen Gewerkschafter vor diesem zusammen und setzten ein Zeichen für unsere Grundwerte, Demokratie und eine solidarische und friedliche Gesellschaft.

Und sie machten klar: Hier ist kein Platz für Hass und Hetze!

Zur Pressemitteilung des DGB.

SymbolbildPressemeldung des DGB

Ergebnis der Umfrage zum Corona-Newsletter

380 Antworten in durchschnittlich 1 Minute 41 Sekunden. Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, um an unserer Umfrage zum Corona-Newsletter teilzunehmen.

Symbolbild

Wir nehmen Eure Antworten und Anregungen auf und bemühen uns, den Newsletter mit relevanten Informationen zu bestücken. Besonders rechtliche Tipps und betriebliche Beispiele sind bei vielen von Euch von großem Interesse.

Darüber hinaus habt ihr unsere Vermutung bestätigt, dass es nun darum geht, nach vorne zu schauen und die Corona-Info abzulösen. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, den Newsletter beizubehalten, ihn aber umzubenennen und aktuelle Inhalte zu Beschäftigung zu liefern.

Ergebnisse der Umfrage

Ergebnisse der UmfrageFrage: Inwieweit stimmst Du folgenden Aussagen zu?

Ergebnisse der UmfrageFrage: Folgende Themen interessieren mich besonders (mehrere Antworten möglich)?

Ergebnisse der UmfrageFrage: Ich kenne den Telegram-Kanal der IG Metall Baden-Württemberg?

28. Mai 2020

Auf Kosten der Beschäftigten?

Angriff auf elementare Arbeitnehmerrechte. Erhalt von Gesundheit und Arbeitskraft der Beschäftigten gefährdet.

Kürzung von Kurzarbeitszuzahlungen, Streichung tariflicher Entgeltbausteine, Beschneidung der Spätschichtzuschläge - diese Forderungen hat der Arbeitgeberverband Südwestmetall kürzlich vorgestellt. Ein Angriff unter vielen: Etliche Arbeitgeber und Verbände wollen die Corona-Krise nutzen, um Arbeitsplätze abzubauen oder Tarif-Standards zu senken.

Das lehnt die IG Metall Baden-Württemberg entschieden ab.

Bezirksleiter Roman Zitzelsberger:
Statt plumper Angriffe auf Arbeitnehmerrechte und Tarifverträge brauchen die Beschäftigten und ihre Familien gerade jetzt Sicherheit und Perspektiven. Potenziellen Kosteneinsparungen müssen zwingend belastbare Zusagen zur Beschäftigungssicherung gegenüberstehen. Im Konzept der Arbeitgeber kommt das aber nicht vor und dagegen wehren wir uns.

Resolution "Solidarität gewinnt!":
PDF-Datei

Flugblatt: PDF-Datei

Petition unterschreiben: Campact.de

Solidarität gewinnt! Stark in rauen Zeiten!

Video der IG Metall Baden-Württemberg

SymbolbildVideo auf YouTube ansehen

Jetzt kommt es darauf an!

Die Arbeitgeber nutzen die Krise, um tarifliche Standards und die Mitbestimmungsrechte anzugreifen. Aber Tarifverträge gelten in guten und in schlechten Zeiten, deshalb jetzt zusammenstehen und die Herausforderungen offensiv und solidarisch angehen.

Video auf YouTube.

Tarif-Newsletter vom 20. Mai 2020

Im jüngsten Tarifabschluss haben sich die Tarifpartner auf Gespräche zur Bewältigung der Corona-Krise verständigt. Zum Auftakt gab es aber vor allem Forderungen der Arbeitgeberseite - ohne die Interessen der Beschäftigten zu berücksichtigen.

Im Zuge der Corona-Pandemie greifen die Arbeitgeber tarifliche Errungenschaften an - Unsere Antwort: Solidarität und Widerstand

Roman Zitzelsberger: Die Corona-Krise verursacht die größten wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen seit dem zweiten Weltkrieg - das setzt unsere Betriebsräte massiv unter Druck und noch nie war es so wichtig, Teil einer starken Gewerkschaft zu sein. Wir dürfen den Angriff der Arbeitgeber nicht unbeantwortet lassen. Denn: Solidarität gewinnt!

Download: Tarif-Newsletter (PDF-Datei).

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