Solidarität gewinnt!

Im Zuge der Corona-Pandemie greifen die Arbeitgeber tarifliche Errungenschaften an. Unsere Antwort: Solidarität und Widerstand. Keine Krisen-Bewältigung auf Kosten der Beschäftigten!

Solidarität gewinnt! Keine Krisen-Bewältigung auf Kosten der BeschäftigtenSolidarität gewinnt! Keine Krisen-Bewältigung auf Kosten der Beschäftigten

24. September 2020

Virtuelle Funktionärskonferenz

Die zweite virtuelle Funktionärskonferenz war ein voller Erfolg. Über 2.000 Metallerinnen und Metaller waren live an über 400 Geräten dabei - in Public Viewing-Veranstaltungen, gemeinsam im Büro oder zu Hause am Bildschirm - und haben das Streitgespräch zwischen IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger und Südwestmetall-Chef Dr. Stefan Wolf verfolgt und Stimmen aus den Betrieben gehört. Schön, dass auch Du dabei warst!

SymbolbildBeschäftigtenbefragung: Fragen und Antworten

Die zahlreichen Aktionen in dieser Woche zeigen: Nur wenn wir gemeinsam aktiv werden, werden wir erfolgreich sein. Lasst uns gemeinsam gegen Jobstreichungen und den Angriff auf Tarifstandards kämpfen und alle Kolleginnen und Kollegen für unsere Positionen gewinnen!

Die beste Gelegenheit dazu ist jetzt die Beschäftigtenbefragung.

Das ist auch eine gute Gelegenheit, mit Beschäftigen ins Gespräch zu kommen und Noch-Nichtmitglieder für die IG Metall zu gewinnen. Nur so wird es uns gelingen, stark in den Betrieben zu bleiben.

Weitere Informationen, Fragen und Antworten zur Beschäftigtenbefragung findest Du beim IG Metall Vorstand.

Denn nur wenn wir viele sind, sind wir stark und durchsetzungsfähig.

Wie es mit der Kampagne "Solidarität gewinnt!" bei Dir vor Ort weitergeht, erfährst Du in Deiner Geschäftsstelle.

16. September 2020

Wir stehen solidarisch zusammen

Die Sommerferien sind vorbei und es geht bereits hoch her.

Allein letzte Woche wurde der Abbau von 20.000 Arbeitsplätzen angekündigt, weitere werden folgen.

Unsere Position ist klar: Wir müssen solidarisch zusammenstehen, wenn es darum geht Beschäftigung und Einkommen zu sichern. Darüber hinaus stehen wir vor etlichen Tarifrunden.

Dazu mehr im Video von Roman Zitzelsberger.

SymbolbildYouTube: Video ansehen

Virtuelle Funktionärskonferenz am 24.09.2020 - Sei dabei!

Unsere gemeinsame Kampagne "Solidarität gewinnt!" nimmt weiter an Fahrt auf.

Gemeinsam stehen wir zusammen und halten offensiv dagegen, wenn die Arbeitgeber in vielen Betrieben Jobs abbauen und tarifliche Leistungen kürzen wollen. So ist es uns - wie beispielsweise bei ZF in Friedrichshafen - gelungen, Standorte und Beschäftigung zu sichern.

SymbolbildAnmelden zur virtuellen Funktionärskonferenz

Die Konflikte werden im Herbst härter werden. Gleichzeitig stehen wir nicht nur in der Metall- und Elektroindustrie, sondern insbesondere auch im Kfz-Handwerk, bei Textil und Bekleidung sowie Edelmetall vor Tarifrunden.

Auf der virtuellen Funktionärskonferenz am 24. September 2020 ab 15:30 Uhr werfen wir einen Blick auf die anstehenden Herausforderungen, wie die bald startende Beschäftigtenbefragung und die anstehenden Tarifrunden. Dazu planen wir verschiedene Live-Berichte aus Betrieben.

Unter diesem Link kannst du Dich für die virtuelle Funktionärskonferenz anmelden.

Rechtzeitig vor der Funktionärskonferenz bekommst Du dann einen Einladungs-Link mit den Einwahldaten zugeschickt.

Sei dabei, wenn es heißt "Solidarität gewinnt!".

Und noch eine Idee von uns: Mach' es doch wie zahlreiche andere Metaller in Baden-Württemberg: Verabrede Dich zur gemeinsamen Teilnahme an der Funktionärskonferenz mit deinen Kolleginnen und Kollegen aus dem BR- und VL-Gremium und verfolgt beispielsweise im BR-Büro gemeinsam die Funktionärskonferenz.

Kurs bestimmen.
#fairwandel Beschäftiftenbefragung 2020

Vom 21. September bis 30. Oktober 2020 führt die IG Metall eine Online-Beschäftigtenbefragung durch.

Mit der Befragung 2020 wollen wir in den direkten Austausch im Betrieb kommen und als IG Metall deutlich sichtbar sein.

Sie gibt Anlass für die direkte Ansprache und Beteiligung.

Vor uns liegen Tarifrunden, ein Superwahljahr 2021 mit einer Vielzahl von Landtagswahlen und der Bundestagswahl, aber auch die Vorbereitung zur Betriebsratswahl 2022.

Gründe genug, ein Meinungsbild der Beschäftigten einzuholen.

PDF-Datei: Präsentation anzeigen

Homeoffice muss fair!

Der Corona-Lockdown hat gezeigt: Mobiles Arbeiten aus dem Homeoffice funktioniert!

Jetzt geht es darum, ein neues Gleichgewicht von mobiler Arbeit und Arbeit im Betrieb anzustreben.

Denn Homeoffice muss fair sein!

Auch ist die aktuelle Situation eine große Chance, Angestellte von einer Mitgliedschaft in der der IG Metall zu überzeugen.

PDF-Dateien:
Plakat "Mobiles Arbeiten"
Faktenblatt "Mobiles Arbeiten"ss

Mobbing von Betriebsräten

Schlaflose Nächte, Existenzangst, Kummer: Einige Arbeitgeber treiben ihre Betriebsräte in die Krankheit.

Strategisch, systematisch. Oft mit Hilfe von Anwälten.

Die IG Metall unterstützt die Opfer. Austausch und Netzwerke sollen die illegalen Angriffe auf Betriebsräte öffentlich machen.

Deshalb findet auch in diesem Jahr zum siebten Mal in Mannheim die Konferenz "Betriebsräte im Visier"s statt.

Erschließer, Juristen und Betroffene diskutieren über ihre Erfahrungen und Abwehrstrategien.

SymbolbildKonferenz BR im Visier

04. August 2020

Gute Erholung und Kraft tanken - Im Herbst geht's weiter

SymbolbildYouTube: Video ansehen

Was für ein Jahr!

Corona hat uns fest im Griff und mittlerweile befinden wir uns in einer Weltwirtschaftskrise.

Aber es ist auch viel gelaufen: Vereinbarungen, die Sicherheit und Perspektiven bieten, wurden getroffen.

Doch jetzt ist Zeit, durchzuatmen und den Urlaub zu genießen.

Im Herbst geht es weiter, kündigt Roman Zitzelsberger in seinem Video an.

Vergütung von Betriebsräten während der Kurzarbeit

In vielen Betrieben wird immer noch kurzgearbeitet. Beschäftigte erhalten Kurzarbeitergeld. Doch was gilt für die Vergütung der Betriebsräte? Die Bezahlung von Betriebsratsmitgliedern während der Kurzarbeit hängt davon ab, ob die Betroffenen ganz, teilweise oder gar nicht freigestellt sind. Die Bundesagentur für Arbeit hat eine fachliche Weisung dazu herausgegeben.

Bei vollständiger Freistellung gilt Folgendes: Zeiten der Kurzarbeit sind für den Betrieb kritische Zeiten. Die Aufgaben des Betriebsrats (BR) nehmen in dieser Zeit eher zu als ab.

Vollständig freigestellte Betriebsräte haben grundsätzlich einen Anspruch darauf, ihre bisherige Vergütung ungekürzt weiter zu erhalten. Sie haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld (bzw. keinen Bedarf). Eine Kürzung der Vergütung auf das Niveau des Kurzarbeitergelds ist nicht zulässig.

Freigestellte BR-Mitglieder müssen nur dann eine entsprechende Minderung des Arbeitsentgelts hinnehmen, wenn sich auch die BR-Tätigkeit entsprechend verringert hat.

SymbolbildCorona, Krise, Kurzarbeit

Es zählt die tatsächlich geleistete Betriebsratsarbeit: Anspruch auf ungekürzte Vergütung haben voll freigestellte Betriebsratsmitglieder nur dann, wenn sie erforderliche Betriebsratstätigkeiten auch in Vollzeit ausüben.

Fällt in einem Monat zum Beispiel gar keine oder wenig Betriebsratsarbeit an, besteht auch kein Anspruch auf volle Vergütung.

Es gilt das Benachteiligungsverbot.

Betriebsräte haben in einem solchen Monat einen Vergütungsanspruch, der wenigstens dem entspricht, was sie erhielten, wenn sie ebenfalls in Kurzarbeit wären.

Fällt Mehrarbeit an, wie derzeit häufig wegen Corona, steht den voll freigestellten Betriebsratsmitgliedern Freizeitausgleich zu.

Den genauen Wortlaut findest Du in den fachlichen Weisungen zum Betriebsrats-Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit unter Ziffer 1.2.6. (Tätigkeit von Betriebsratsmitgliedern).

Arbeitsagentur: PDF-Datei

Qualifizierung - kein Thema während Kurzarbeit? Das müssen wir ändern!

Systematische Qualifizierung ist trotz des Tarifvertrages (TV) Qualifizierung und der Regelung im "TV Kurzarbeit und Beschäftigung" in vielen Betrieben kein Thema bzw. nicht ausreichend. Angesichts der aktuellen Corona-Krise wird jedoch deutlich, dass die Beschäftigungsfähigkeit der Kolleginnen und Kollegen im Blick bleiben muss: Das betrifft das Thema Gesundheit und das Thema Qualifikation für veränderte betriebliche Rahmenbedingungen. Die Transformation wird derzeit beschleunigt, was Konsequenzen für die Zukunft hat.

Qualifizierungsplanung? Fehlanzeige laut Stimmungsbarometer.

SymbolbildQualifizierung während der Kurzarbeit!

Im aktuellen Stimmungsbarometer der IG Metall Baden-Württemberg hält eine Mehrheit (61,2 Prozent) der Betriebsräte die Qualifizierungsplanung des Unternehmens für "eher nicht" ausreichend.

Erhoben wurde ebenso, ob die Qualifizierungsangebote auch neue Anforderungen an den Arbeitsplatz umfassen. Eine knappe Hälfte der Betriebe (46,5 Prozent) spricht hier von "teilweise".

Die Zeit ist mehr als reif, die weiteren, von Kurzarbeit geprägten Monate, klug zu gestalten.

Roman Zitzelsberger dazu: Arbeitgeber, Politik und IG Metall sind jetzt gefordert, dass die Beschäftigten die Kurzarbeit für Qualifizierung und Weiterbildung nutzen können. Die Beschäftigten müssen für die Transformation vorbereitet werden, Qualifizierung ist die Grundlage. Nur so kann die Krise, die auch viele strukturelle Schwächen der Betriebe ans Tageslicht bringt, bewältigt werden.

Entsprechend werben wir als IG Metall in den Betrieben für eine Offensive für Qualifizierung.

Gleichzeitig mahnen wir eine aktivere Rolle der Landespolitik in puncto Qualifizierung für die Transformationsstrategie an.

Stark machen für Qualifizierung

In den kommenden Wochen und Monaten machen wir uns noch besser auf den Weg. Neben Publikationen der IG Metall (z.B. "Den Wandel gestalten." PDF-Datei) können wir dafür jetzt auch Regelungen aus dem "Gute-Arbeit-von-Morgen"-Gesetz nutzen. Dazu gehört:

  • Höhere Fördersätze bei sozialpartnerschaftlichen Vereinbarungen
  • Höhere Fördersätze bei erhöhtem Weiterbildungsbedarf
  • Die Weiterbildungsmaßnahme dauert mehr als 120 Stunden (vorher mehr als 160 Stunden)
  • Ab 01/2021: Sammelanträge von Betrieben, d.h. nur ein Antrag des Arbeitgebers für alle betroffenen Beschäftigten, wenn Qualifikation, Bildungsziel oder Weiterbildungsbedarf der Beschäftigten vergleichbar sind
  • Rechtsanspruch auf Förderung einer berufsabschlussbezogenen Weiterbildung (für Un- und Angelernte mit positiver Prognoseeinschätzung)
  • Verbesserte Fördermöglichkeiten für Qualifizierungen in Transfergesellschaften (unabhängig von Alter und Berufsabschluss)
  • Befreiung von 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge in Kurzarbeit, wenn qualifiziert wird (dauerhafte Regelung). Derzeit komplette Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen.

Zusammen sind wir stark

Das Transformationsteam der IG Metall Baden-Württemberg unterstützt Euch - vor Ort in der Geschäftsstelle und im Betrieb - ganz praktisch bei der Klärung der Fördermöglichkeiten, der Suche nach spezifischen Transformationsweiterbildungen und den Diskussionen in den Betriebsratsgremien und mit den Arbeitgebern oder/und der Mobilisierung der Beschäftigten.

Ansprechpartnerin ist Claudia Dunst (claudia.dunst@igmetall.de).

Vier zentrale Aufgaben der IG Metall

  1. Neue Anforderungen (Digitalisierung, Elektromobilität, veränderte Aufgabenzuschnitte) diskutieren und Qualifikationsanforderungen klären
  2. Bildungsplanung im Betrieb vorantreiben (einschließlich der Beteiligung der Beschäftigten)
  3. Abstimmung mit der Agentur für Arbeit zur Qualifizierung in Kurzarbeit bzw. Qualifizierungschancengesetz, um Fördermittel zu erhalten
  4. Qualifizierung in Transfergesellschaften verbessern

16. Juli 2020

Sommerwerbeaktion: Jetzt Noch-Nichtmitglieder gewinnen

Bis 30. September Nichtmitglieder für unsere Ideen gewinnen und ein Geschenk erhalten - so geht es: Werber oder Werberin ins Beitrittsformular eintragen. Nach Eingang von zwei Beitritten erhalten die Werberinnen und Werber nicht nur ihre Prämie (15-Euro-Gutschein oder Gremienwerbung) sondern auch einen Aktionscode. Damit können sie unter www.igmetall.de/mit-dir eins von drei Dankeschön-Geschenken aussuchen.

Die Unsicherheit in den Betrieben wächst. Nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch unsere Tarifverträge und Arbeitsstandards geraten in einer Vielzahl von Betrieben unter Druck.

Gleichzeitig ist es coronabedingt schwieriger neue Mitglieder zu gewinnen.

Die Sommerwerbeaktion bietet Werberinnen und Werber zur üblichen Werbeaktion und Prämie eine zusätzliche Wertschätzung: Wer im Aktionszeitraum Juli, August und September einmalig zwei neue Mitglieder gewinnt, kann sich eines von drei Dankeschön-Geschenken aussuchen.

SymbolbildDankeschön für Dein Engagement

Dafür muss der Name der Werberinnen und Werber auf der Beitrittserklärung eingetragen sein. Sie erhalten dann einmalig einen Aktionscode.

Damit können sie eines von drei Produkten bestellen. Zur Auswahl stehen eine Fahrrad-Hinterradtasche von Ortlieb, eine Grillschürze von IBENA und ein XL-Strandtuch von Vossen.

Union Summer School: Drei Tage Gewerkschaftsfeeling pur

Mit der IG Metall für gerechte Arbeitsbedingungen kämpfen

Cover PDF-DateiEinladung als PDF-Datei

Du hast Lust fast drei Tage mit uns über die aktuelle Situation in den Betrieben zu diskutieren?

Du willst Dich gemeinsam mit der IG Metall dagegen wehren, dass die Beschäftigten die Kosten der Corona-Krise zahlen?

Du wolltest schon immer mal Organizing-Methoden kennenlernen, Kampagnen planen und für eine gerechte Arbeitswelt kämpfen?

Sei dabei!

Dann bist Du in unserer Union Summer School genau richtig. Diskutiere mit uns über die aktuellen Entwicklungen und erlerne Organizing-Methoden in Workshops.

Hier findest Du weitere Informationen:
https://gep-igm.de/
Einladung (PDF-Datei)

Urlaubsreise in Risikogebiete? Die wichtigsten Antworten.

Für viele Kolleginnen und Kollegen beginnen bald die schönsten Tage im Jahr: der Urlaub. Trotz Reisewarnung werden einige Urlauber auch in Corona-Risikogebiete fahren, um beispielsweise endlich mal wieder die Familie zu besuchen.

Doch was bedeutet das für die Rückkehr? Was habe ich zu beachten? Bekomme ich trotz Quarantäne Geld vom Arbeitgeber?

Ob es sich lohnt, den Ärger im Betrieb in Kauf zu nehmen muss allerdings jeder für sich entscheiden.

SymbolbildIG Metall Deutschland: Sommer, Sonne, Urlaub

Auswahl der Risikogebiete

Zu den Risikogebieten gehört unter anderem: Bosnien und Herzegovina, Kosovo, Luxemburg, Nordmazedonien, Russische Föderation, Serbien, Türkei, USA, Weißrussland (Robert Koch-Institut, Stand 15.07.2020).

Beim Robert Koch-Institut (RKI) gibt es die aktuelle und komplette Liste der internationalen Risikogebiete.

Muss ich dem Arbeitgeber sagen, wohin ich fahre?

Nein, eine arbeitsrechtliche Verpflichtung dazu besteht nicht.

Von einer Reise in ein Risikogebiet wird der Arbeitgeber dennoch mit hoher Wahrscheinlichkeit erfahren. Es wird zumindest bei der Rückkehr dazu geraten, den Arbeitgeber zu informieren, da dieser auch eine Fürsorgeverpflichtung für alle Beschäftigten innehat.

Was habe ich bei der Rückkehr aus dem Risikogebiet zu beachten (Baden-Württemberg)?

Rückkehrer müssen grundsätzlich (egal, ob gesund oder krank):

  1. sich auf direktem Wege 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben,
  2. unverzüglich nach ihrer Rückkehr die zuständige Behörde (im Zweifel das Ordnungsamt) benachrichtigen, insbesondere bei Auftreten von Symptomen einer Erkrankung mit COVID-19,
  3. dürfen keine Personen empfangen, die nicht zum Hausstand gehören und
  4. den Arbeitgeber über die Abwesenheit aufgrund der Quarantäne informieren.

Falls die Punkte 1.-3. nicht befolgt werden drohen Bußgelder bis zu einer Höhe von 25.000 Euro. Ein Verstoß gegen 4. kann arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Bekomme ich während der 14-tägigen Quarantäne weiterhin mein Geld vom Arbeitgeber?

Ja, denn der Arbeitgeber muss nach § 56 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung für die Behörde an den Beschäftigten auszahlen, notfalls mittels der Inanspruchnahme des Rechtsschutzes der IG Metall.

Auf Antrag kann der Arbeitgeber sich diese von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Der Antrag ist online abrufbar.

Die Höhe entspricht grundsätzlich dem Nettoentgelt.

Die Möglichkeit im Home-Office oder mobil zu arbeiten sollte wahrgenommen werden, da schon bei der Möglichkeit die Voraussetzungen für die Entschädigung wegfallen!

Kann ich die Quarantäne trotz Reise in ein Risikogebiet auch verhindern (Baden-Württemberg)?

Ja, das geht tatsächlich. Dazu muss der Behörde, der die Rückkehr gemeldet wird, ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorhanden sind.

Der molekularbiologische Test darf frühestens 48 Stunden vor der Einreise in die Bundesrepublik erfolgt und muss grundsätzlich in einem Land der Europäischen Union vorgenommen worden sein.

Teilweise bieten Arbeitgeber die Möglichkeit eines Tests auch an. Es wird allerdings dringend dazu geraten ein Testvorhaben, wegen der Quarantänepflicht, vorher mit der Behörde abzustimmen.

Was muss ich zusätzlich beachten, wenn ich krank zurückkehre?

Bei einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Erkrankung mit COVID-19 kann im Einzelfall der gesetzliche Entgeltfortzahlungsanspruch bei Krankheit wegfallen. Allerdings besteht parallel ein Anspruch auf Entschädigung aus dem Infektionsschutzgesetz.

Diesen muss der Arbeitgeber, wie bei der Quarantäne s. o., auszahlen, aber nur für höchstens sechs Wochen. Ab der siebten Woche sinkt die Höhe auf das Niveau des gesetzlichen Krankengelds und wird auf Antrag direkt von der Behörde gezahlt.

Bei einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer sonstigen Erkrankung gibt es keine Besonderheiten zu beachten. Hier besteht grundsätzlich der gesetzliche Entgeltfortzahlungsanspruch.

02. Juli 2020

Mitmachen

Unterzeichne unsere Petition!

Du willst die Forderungen der IG Metall unterstützen?

Momentan sammeln wir in ganz Baden-Württemberg Unterschriften dafür. Auch Deine Kolleginnen und Kollegen können mitmachen.

Zur Online-Petition für Beschäftigung.

Zur Petition als Word-Dokument zum Verteilen.

Wenn wir Menschen ansprechen, können wir mehr werden

Ein kluger Mann hat mal gesagt: Wir sind nur so stark, wie wir vereint sind und so schwach, wie wir getrennt sind. (Albus Dumbledore - Leiter der Zauberschule Hogwarts).

Harry Potters Schulleiter hat recht: Nur gemeinsam sind wir stark.

Deshalb: Sprecht mit Euren Kolleginnen und Kollegen im Betrieb - natürlich mit 1,5 m Abstand.

Die Themen und Forderungen der Kampagne betreffen uns und die Beschäftigten. Nutzt die Kampagne zur Ansprache von Mitgliedern und Noch-Nichtmitgliedern. Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Die Kampagne "Solidarität gewinnt!" und unsere Forderungen sind eine gute Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen.

Mitmachen und beitretten: Beitrittserklärung als PDF-Datei oder Online beitretten.

Anmeldung zu den Kommunikationstraining.

SymbolbildGemeinsam aktiv werden: Online beitretten

Was denken Deine Kolleginnen und Kollegen? Frage Sie!

Du willst wissen, wie es Deinen Kolleginnen und Kollegen geht und was sie beschäftigt? Wie wäre es mit einer Umfrage?

SymbolbildWas denken die Beschäftigten? Frage Sie!

Eine Befragung ist sowohl analog als auch digital möglich.

Hier findest Du Beispiele für Papiervorlagen als PDF-Datei:
Umfrage
Umfrage Arbeitsbedingungen
Umfrage Kinderbetreuung

Und hier ein Vorlage für eine Netigate-Umfrage.

Bitte melde Dich bei Deiner Geschäftsstelle, wenn Du eine Befragung machen willst und diese Vorlagen benötigst. Die Umfragen können betrieblich jederzeit angepasst werden. Dein Betriebsbetreuer der IG Metall unterstützt Dich dabei.

Bleibe in Kontakt mit den Beschäftigten

Du willst Deine Kolleginnen und Kollegen schnell und unkompliziert auf dem Laufenden halten, Dir fehlen allerdings die aktuellen Kontaktdaten? Dann nutze die Kontaktkarte, die wir Dir hier zum Download zur Verfügung stellen.

Hier die Vorlagen für die Kontaktkarten (PDF-Datei und Publisher-Datei zum Bearbeiten).

Und hier geht es zu einer Vorlage für eine Kontaktkarte kombiniert mit der Petition (PDF-Datei).

Unterstützung bekommst du auch von Deiner Geschäftsstelle vor Ort.

SymbolbildMit Abstand in Kontakt bleiben

Gute Beispiele für Aktionen im Betrieb

Du möchtest die Kampagne in Deinem Betrieb einsetzen?

Aktiv im BetriebIm Betrieb: "Solidarität gewinnt!"

Hier findest Du die ersten Beispiele, wie andere Metallerinnen und Metaller Aktionen im Betrieb umgesetzt haben.

Außerdem bieten wir Dir Vorlagen für Flyer, Plakate und Flugblätter.

Hier gibt es Flyer (PDF-Datei), Plakate (PDF-Datei, Publisher-Datei) und Flugblätter (PDF-Datei).

Übrigens: Konzepte für einen Workshop mit Deinem Gremium zur Kampagnenplanung gibt es in Deiner Geschäftsstelle. Dein Betriebsbetreuer unterstützt Dich jederzeit!

29. Juni 2020

PDF-Datei

Webtalk zur Zukunft der Mobilität

Franziska Heinisch, Ola Källenius und Roman Zitzelsberger im Gespräch

Mobilität ist in aller Munde und gerade im Südwesten ein emotionales Thema. Es geht um den Wunsch nach einer individuellen preiswerten Mobilität, um hunderttausende Arbeitsplätze, aber auch um die Klimadebatte.

Darüber diskutieren Franziska Heinisch (Generationen Stiftung), Ola Källenius (Daimler AG) und Roman Zitzelsberger (IG Metall Baden-Württemberg) in einem Webtalk am Mittwoch, 01.07.2020 um 18:30 Uhr.

Webtalk der IG Metall auf Zoom.

Franziska Heinisch, Ola Källenius und Roman Zitzelsberger im WebtalkWebtalk am 01. Juli um 18:30 Uhr

Kurzarbeitergeld (KUG): Unser Rechner bringt einen groben Überblick

Mit dem exklusiven Kurzarbeitergeld-Rechner können Beschäftigte der M+E-Industrie annäherungsweise ihr monatliches Einkommen in Kurzarbeit ermitteln. Aber Achtung: Er kann viele Besonderheiten - beispielsweise Schichtarbeit - nicht berücksichtigen!

SymbolbildKUG-Rechner der IG Metall

Die IG Metall Baden-Württemberg hat bereits vor Jahren beim Kurzarbeitergeld weitergehende tarifliche Zuzahlungen der Arbeitgeber vereinbart. Das heißt: Bei Kurzarbeit null bekommen Beschäftigte mindestens rund 80,5 Prozent ihres normalen monatlichen Nettogehalts - zusammengesetzt aus Kurzarbeitergeld der Arbeitsagenturen und Zuzahlungen tarifgebundener Arbeitgeber.

Abhängig von Arbeitsumfang und Anwendung des Tarifvertrags steigt der Nettoverdienst in Kurzarbeit auf maximal 97 Prozent. Hier könnt Ihr für die Metall- und Elektroindustrie Euer Kurzarbeitergeld ausrechnen.

Hier geht's zum aktualisierten KUG-Rechner der IG Metall Baden-Württemberg.

Hinweis

Der Kurzarbeitsrechner soll dazu dienen, eine Vorstellung von den Auswirkungen der Kurzarbeit auf die individuellen Lebensverhältnisse zu bekommen.

Er eignet sich nicht dazu, die Entgeltabrechnung zu prüfen, denn er kann viele Besonderheiten - beispielsweise Schichtarbeit - nicht berücksichtigen.

Die im Kurzarbeitsrechner unterstellten Nettoannahmen berücksichtigen weder die Besonderheiten von Schichtarbeit noch andere Sachverhalte, die sich auswirken können, beispielsweise private Krankenversicherungen.

Film: Warum Leihbeschäftigte auf unsere Solidarität zählen können

Für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sind die Arbeitsbedingungen oft schlechter und die Beschäftigung ist unsicher: in der aktuellen Krise mehr denn je.

Da ist es gut zu wissen, dass man nicht alleine ist. Die IG Metall steht als starke Partnerin an der Seite der prekär Beschäftigen.

Unser Film macht das deutlich und ist geeignet für Betriebsversammlungen, Gremientreffen oder zum Teilen in den Sozialen Medien.

Schau' Dir den Film auf YouTube an.

SymbolbildVideo ansehen: Solidarität gewinnt!

Willkommens-Flugblatt für Leihbeschäftigte in 18 Sprachen

SymbolbildFlugblatt in verschiedenen Sprachen (ZIP-Datei)

Während und nach der Krise wird zum Beschäftigungsaufbau in den Betrieben Leiharbeit zum Einsatz kommen.

Die Leihbeschäftigten mit einem "Herzlich willkommen!" im Betrieb anzusprechen, ist nicht nur ein Zeichen des Respekts, sondern auch eine gute Gelegenheit zur Mitgliederwerbung.

Dafür stellen wir Dir ein Flugblatt auf Deutsch und in 17 Fremdsprachen zum Selbstdrucken zur Verfügung. Du kannst es in Teilen bearbeiten und individualisieren.

Zum Flugblatt in verschiedenen Sprachen (ZIP-Datei).

Weitere Informationen: www.gute-arbeit-fuer-alle.de

23. Juni 2020

PDF-Datei

Ausnahmen gibt es nur gegen sichere Arbeitsplätze

Tarifpartner einigen sich auf Wege zur Bewältigung der Corona-Krise

Mit einem umfangreichen Katalog an Kürzungs- und Streichungsvorschlägen ist der Arbeitgeberverband Südwestmetall in die Gespräche um einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise gestartet. Die IG Metall Baden-Württemberg hat die Forderungen von Beginn an als überzogen zurückgewiesen - nach langem Ringen ist aber doch noch ein Ergebnis gelungen.

Fazit von Verhandlungsführer und Bezirksleiter Roman Zitzelsberger:

Einen pauschalen Angriff auf Arbeitnehmerrechte, Arbeitsplätze und Tarif-Standards konnten wir erfolgreich abwehren. Es kann aber Ausnahmen für Betriebe geben, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Existenznöte geraten sind. Für solche Fälle haben wir unter anderem Regelungen für Sanierungstarifverträge sowie die Möglichkeit für Stundungen von Sonderzahlungen vereinbart.

SymbolbildTarif-Newsletter vom 17. Juni

Dabei gilt stets: Sofern die Belegschaft Kostenbeiträge erbringt, bestehen wir auf dem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Alle weiteren Infos im Tarif-Newsletter vom 17. Juni.

Argumente rund um die Mobilitätsdebatte

Die IG Metall hält nach wie vor uneingeschränkt an den formulierten Klimazielen und der Transformation zu einer CO2-neutralen Mobilität fest. Daran hat sich durch das Eintreten für eine Kaufprämie für Pkw im Rahmen der Debatte um ein Konjunkturpaket zur kurzfristigen Stimulation der Wirtschaft nichts geändert.

SymbolbildFAQ zur Umweltprämie

Umweltprämie, neue Mobilitätskonzepte, Verbrennungsmotor und Arbeitsplätze, Klimawandel: Die Debatte ist komplex und nicht einfach. Umso wichtiger ist es, dass der eingeschlagene Kurs der IG Metall konsequent ist und sich an den realistischen Szenarien ausrichtet, ohne falsche Hoffnungen zu schüren.

Die Forderungen der IG Metall orientieren sich streng an einer Politik, die zu einer deutlichen Senkung der CO2-Emissionswerte beiträgt und gleichzeitig nachhaltig Beschäftigung und Unternehmen sichert. Nur wenn dieser Gleichklang gelingt, wird der Wirtschaftsstandort Deutschland die Folgen der Corona-Krise und die Transformation erfolgreich bewältigen können.

Auch in den Betrieben wird die Diskussion heftig geführt.

Wir haben für Dich Argumente und häufig gestellte Fragen zusammengefasst.

Hier geht's zu den Argumente
Hier geht's zu den Fragen und Antworten (FAQ)

1. IG Metall-Hackathon: Deine Ideen sind gefragt

Die Transformation dringt in alle unsere Lebensbereiche hinein. Verbunden mit Chancen und Risiken. Allem voran fordert sie Wandel: Diesen wollen wir solidarisch gestalten - für eine faire und gerechte Zukunft. Den Mut zur Veränderung haben wir, jetzt brauchen wir die Ideen. Mach mit beim 1. igm.dev Hackathon und erhalte bis zu 8.000 Euro für Deine Idee!

Unser Hackathon gibt die Möglichkeit für einen kurzen Zeitraum, gemeinsam verrückte Ideen zu entwickeln und Lösungen zu skizieren. Also zum Beispiel aus einem Matchbox-Auto einen E-Roller zu machen.

Für den 1. IG Metall-Hackaton brauchen wir kreative Köpfe: Egal, ob in kleinen Gruppen, mit Freunden oder alleine: Deine Kreativität und Deine Ideen sind gefragt.

Auf der Webseite können erste Idee eingereicht werden. Sie sollte klar verständlich sein, was deine oder eure Vorstellungen ist/sind.

Es geht hier nicht um abschließende Gedanken oder ein fertiges Projekt, sondern um die Grundidee, die in Phase 2 "Starte dein Projekt" erarbeitet wird.

Der erste "igm.dev Hackathon" beschäftigt sich mit fünf Themenbereichen, in denen verschiedene Projekte geplant und umgesetzt werden können.

SymbolbildHackathon #1: www.igm.dev

Die Themenbereiche sind bewusst recht weit gefasst, sodass ihr euch in euren Ideen nicht einschränken müsst. Es ist ebenso möglich, durch ein Projekt mehrere Themenbereiche zu umfassen.

Bei der Einreichung eines Projektes musst du allerdings das Hauptthema angeben zu dem dein Projekt passt.

  • Ausbildung und Studium digital
  • Beteiligung
  • Bildung digital
  • Mitglieder
  • Kommunikation

Du hast Ideen? Worauf wartest Du? Einfach Deine Ideen hier einreichen: igm.dev/projekt-einreichen.

Bis zum 26.06.2020 habt Ihr die Möglichkeit, Eure Projektideen online einzureichen.

Symbolbild Campact-PetitionInfos der IG Metall

Corona-Warn-App: Wie die IG Metall das Instrument bewertet

Die IG Metall bewertet die Corona-Warn-App als ein sinnvolles Instrument zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie.

Aber: Die Corona-Warn-App ist im Betrieb nur eine Ergänzung und kein Ersatz für die bisherigen Präventionsanstrengungen. Weiterhin gilt es durch technische, arbeitsorganisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen das Risiko einer Ansteckung von Beschäftigten untereinander zu minimieren.

Hierzu die Infos der IG Metall im Zusammenhang von Beschäftigungsverhältnis und Mitbestimmung.

Social-Media-Vorlagen für die Kampagne "Solidarität gewinnt!"

Social Media-Aktivitäten spielen in der Kampagne "Solidarität gewinnt!" eine bedeutende Rolle.

Mit unseren Vorlagen könnt Ihr schnell und einfach Posts für Facebook erstellen und bearbeiten und Eure betrieblichen Aktionen in den sozialen Medien teilen.

Hier geht's zu den Publisher-Vorlagen:
Vorlage 1
Vorlage 2

Und hier die JPEG-Grafik in hoher Auflösung.

Symbolbild Campact-PetitionGrafik in hoher Auflösung

Mitmachen: Unterzeichne unsere Petition!

Unterstütze unsere Forderungen und unterzeichne die Online-Petition!

Die Arbeitgeber nutzen die Krise, um tarifliche Standards und Mitbestimmungsrechte anzugreifen. Aber Tarifverträge gelten in guten und in schlechten Zeiten. Deshalb müssen wir jetzt zusammenstehen und die Herausforderungen offensiv und solidarisch angehen.

Verbreite weiterhin unsere Online-Petition, damit es noch mehr Unterschriften werden:
Petition auf Campact.de unterschreiben.

Du kannst die Petition auch ausdrucken: PDF-Datei.

09. Juni 2020

Solidarität gewinnt!

Der Auftakt der Kampagne "Solidarität gewinnt!" auf der Funktionärskonferenz Ende Mai mit 3.000 Betriebsräten und Vertrauensleuten war ein voller Erfolg! Die Online-Petition mit den zehn Forderungen wurde bereits mehr als 3.600 Mal unterzeichnet und die ersten Aktionen in Betrieben sind bereits in Planung. Weiter so!

Virtuelle Funktionärskonferenz

Der Auftakt der Kampagne "Solidarität gewinnt!" auf der Funktionärskonferenz Ende Mai mit 3000 Betriebsräten und Vertrauensleuten war ein voller Erfolg! Die Online-Petition mit den zehn Forderungen wurde bereits mehr als 3600 Mal unterzeichnet und die ersten Aktionen in Betrieben sind bereits in Planung. Weiter so!

Wer der Funktionärskonferenz aufgrund technischer Probleme oder anderer Termine nicht folgen konnte, kann sich hier alles noch einmal ansehen:
Video auf Vimeo (Passwort: igm2020bw)

SymbolbildVirtuelle Funktionärskonferenz (Passwort: igm2020bw)

Online-Petition

Verbreitet weiterhin unsere Online-Petition, damit es noch mehr Unterschriften werden.

Petition unterschreiben: Campact.de

Du kannst die Resolution auch ausdrucken: PDF-Datei

Vorlagen für Flugblätter, Petitionen, Forderungsplakate, Banner für Facebook und Co zur Kampagne "Solidarität gewinnt!" bekommst Du von Deiner zuständigen IG Metall-Geschäftsstelle.

Petition als Word-Datei.

Stark in rauen Zeiten

Der Film "Stark in rauen Zeiten" ist nun auch auf YouTube verfügbar.

IG Metall warnt vor sozialem Kahlschlag

Die IG Metall Baden-Württemberg verzeichnet eine wachsende Zahl an Ankündigungen von Sparplänen und Stellenabbau als Folge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

SymbolbildPressemitteilung der IG Metall Baden-Württemberg

Die Arbeitgeberverbände sowie etliche Mitgliedsunternehmen aus den verschiedenen Branchen begreifen die Krise offenbar als Rückenwind für den Abbau von Beschäftigung und unterlaufen dabei Arbeitnehmerrechte und Tarifverträge.

Der Bezirksleiter Roman Zitzelsberger gibt seine Einschätzung zur Situation der Betriebe und ihrer Beschäftigten in den Branchen der IG Metall im Südwesten wieder.

"Solidarität gewinnt!" - und wir machen sie erlebbar!

Unsere Kampagne "Solidarität gewinnt!" ist erfolgreich gestartet und etliche Betriebe planen Aktivitäten - nicht nur virtuell, sondern auch live mit den Beschäftigten vor Ort. Ein paar aktuelle Beispiele der Aktionen und Kämpfe stellen wir euch im Folgenden vor. Beteiligt waren Betriebsräte und Vertrauensleute gemeinsam mit Geschäftsstellen, Betriebsbetreuer/innen, sowie den Teams GEP und Transformation aus der Bezirksleitung.

Raiman - Abwehrkampf in Coronazeiten

Die Raiman Holzoptimierung GmbH in Freiburg mit knapp 100 Beschäftigten stellt Sägen für die Holzindustrie her und gehört zur Weinig AG.

Der Konzern hatte vor ein paar Wochen verkündet, dass der Standort von Freiburg nach Illertissen verlagert werden soll - über die Presse und ohne mit dem Betriebsrat und der IG Metall vorab das Gespräch zu suchen.

SymbolbildProtest bei Raimann Holzoptimierung in Freiburg

Die IG Metall hat sofort gemeinsam mit Betriebsrat und Vertrauensleuten im Betrieb mobilisiert. In sieben Abteilungsversammlungen an zwei Tagen wurden die Beschäftigten informiert, eine telefonische Zuschaltung war parallel möglich. Die Abstands- und Hygieneregeln wurden dabei sehr ernst genommen.

Auf den Versammlungen wurde die Forderung nach einem Alternativkonzept zur Verlagerung diskutiert, für welches sich letztlich 70 Beschäftigte ausgesprochen haben. Zudem wurde ein Aktivenkreis gebildet, der sich per Videokonferenz abstimmt und Interessierte erhalten Informationen zum Raiman-Konflikt per Telegram.

Bei einer aktiven Mittagspause im Hof von Raiman haben die Beschäftigten auf Plakaten eine mögliche Verlagerung kommentiert. Damit wurde die Aussage des Arbeitgebers ("Vielleicht wollen ja eine Reihe von Beschäftigten mitwechseln") klar widerlegt.

Die Ergebnisse der Abteilungsversammlungen und aktiven Mittagspause wurden in einem Flyer zusammengefasst und mit den Beschäftigten besprochen.

Ergebnis: In enger Abstimmung mit dem BR vor Ort und dem KBR-Vorsitzenden von Weinig hat die IG Metall durchgesetzt, dass Alternativkonzepte zur Verlagerung mit externer Unterstützung ernsthaft geprüft werden.

Heckler - Aufzahlung in Kurzarbeit durchgesetzt

Die Heckler AG in Niefern-Öschelbronn formt mit rund 200 Beschäftigten Kaltfließpressteile aus Stahl - vorwiegend für die Autoindustrie. Der Betrieb ist (noch) nicht tarifgebunden.

Aufgrund von Corona wurde Kurzarbeit eingeführt - ohne Aufzahlung wie in den tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie. IG Metall und Betriebsrat haben der Forderung nach einer Aufstockung des Kurzarbeitergelds bei Betriebsrundgängen und mittels eines Flugblatts Nachdruck verliehen.

Der Arbeitgeber hat daraufhin eingelenkt und es wurde eine Aufzahlung vereinbart.

Während der Rundgänge wurde festgestellt, dass die Belegschaft keine Masken durch den Betrieb gestellt bekommt.

Nun hat die IG Metall Masken mit IGM-Logo in der Belegschaft verteilt - und es haben sich viele Kolleginnen und Kollegen zur Gewerkschaft bekannt.

Damit ist wieder ein Schritt zum mittelfristigen Ziel der Tarifbindung gelungen.

Handtmann - Zukunftsperspektiven beteiligungsorientiert entwickeln

Handtmann hat rund 1.400 Beschäftigte und ist unter anderem Zulieferer für Verbrenner.

Der Arbeitgeber ist vor einem Jahr auf die IG Metall Ulm zugegangen, um eine Abweichung nach Pforzheim zu vereinbaren. Die IG Metall hat daraufhin einen Zukunftstarifvertrag erreicht.

Dieser sieht vor, dass die Hälfte der Beiträge der Beschäftigten in einen Zukunftsfonds kommt. Dieser wird für einen Arbeitnehmer-Innovationsprozess sowie Digitalisierung genutzt.

Im Arbeitnehmer-Innovationsprozess erarbeiten Beschäftigte mittels einer Befragung und in Workshops zentrale Probleme und entwickeln dafür Lösungen.

Im Zuge von Corona wurde ein Workshop mit Aktiven zur Vorbereitung der Umfrage als Webinar organisiert, die Umfrage wird derzeit unter den Beschäftigten verteilt.

Statt einer Betriebsversammlung, in der für die Befragung mobilisiert werden sollte, gibt es nun einen Videoclip. Zudem haben Betriebsrat und Geschäftsführung Präsenztreffen mit den Führungskräften (in kleinen Gruppen) organisiert, um der Befragung zusätzlichen Schub zu geben.

In den jeweiligen Arbeitsbereichen wird ebenfalls für die Befragung mobilisiert und auch die Weiterbearbeitung der Ergebnisse wird wieder in Präsenz geplant. Damit hat dieser Innovationsprozess die Krise gut umschifft und kann nun volle Fahrt aufnehmen.

Bosch Powertrain Solution - Verhandlungsbegleitung virtuell

Der Bereich Bosch PS arbeitet mit rund 9000 Beschäftigten an Antriebssträngen - in Forschung und Entwicklung wie in der Fertigung.

Der Autozulieferer ist vom Umstieg auf Elektroautos besonders betroffen, das war schon vor Corona klar. Betriebsräten und IG Metall ist es aber gelungen, Anfang 2020 Zukunftsvereinbarungen abzuschließen.

In der Corona-Krise arbeiten die Entwickler jetzt in Kurzarbeit und im Home-Office.

Vorteil hier: eine gute digitale Infrastruktur - auch für die gewerkschaftliche Arbeit. Die IG Metall hat zusammen mit den Vertrauensleuten regelmäßige Videokonferenzen angeboten und durchschnittlich eine Teilnahme von 130 Vertrauensleuten.

Dabei wurden unter anderem Defizite im betrieblichen Umgang mit der Kurzarbeit aufgedeckt und gemeinsam mit den Betriebsräten behoben. Zudem wurde eine Resolution zu aktuellen Verhandlungen bei Bosch PS entwickelt - als Stärkung für den Betriebsrat.

Die Forderungen: Regelmäßige Informationen zur Situation im Unternehmen, Beschäftigungssicherung und damit Planungssicherheit, Zukunftsperspektive durch Innovation und Qualifizierung der Beschäftigten.

Aufbauend auf diesen Diskussionen wurden per Newsletter 5.000 Mitglieder zur virtuellen Mitgliederversammlung eingeladen und per Videoclip zur Teilnahme motiviert. Thema der Mitgliederversammlungen waren die Verhandlungen zur Zukunft bei Bosch PS.

Künftig soll es auch wieder Präsenz-Aktionen geben - damit die Arbeitgeber spüren, dass es der IG Metall ernst ist mit der Zukunft für Bosch PS.

Gesundheitsschutz - Aktionen in Pforzheimer Betrieben

Die Geschäftsstelle Pforzheim hat in einem Web-Workshop mit Betriebsräten das Thema Gesundheitsschutz aufgegriffen und eine betriebliche Umfrage entwickelt, mit dem Ziel, ein Feedback zum Gesundheitsschutz in sechs Betrieben zu erhalten.

Die Umfrage wurde im Betrieb verteilt und auch per Mail ins Home-Office geschickt.

Durch die Befragung sammelte die IG Metall Kontakte für einen Telegram-Newsletter. Sie bietet zudem Unterstützung für die Betriebsräte/ Vertrauensleute an, die bei der Geschäftsführung auf Widerstand stoßen.

Schon jetzt ist klar: Es wurden Betriebe aktiviert, die zuvor eher skeptisch waren.

Fazit

Die Praxis zeigt: Wichtig für die Aktivitäten in den Betrieben ist, dass die IG Metall vor Ort sichtbar ist.

Wir sind da, weil wir etwas für die Beschäftigten erreichen wollen - im Gesundheitsschutz, für Qualifizierung, Standortsicherung und Tarifstandards. Und trotz Corona darf die Gewerkschaftsarbeit nicht am Werkstor oder der Bürotür aufhören!

Die Verknüpfung konkreter betriebs- und tarifpolitischer Anlässen mit den Corona-Regeln und einer guten Aktion vor Ort kam bei den Beschäftigten in allen Beispielen gut an.

Zudem konnte die Mitgliederzahl erhöht werden, da klargemacht wurde, dass eine Gewerkschaft immer nur so durchsetzungsstark sein kann wie die Zahl ihrer Mitglieder!

Drei Fragen an Conny Miltenberger

Conny Miltenberger ist Betriebsratsvorsitzende bei den Rauch Möbelwerken in Freudenberg. Dort vertritt sie rund 1.100 Kolleginnen und Kollegen und erläutert im Interview, warum die Kampagne "Solidarität gewinnt!" genau zum richtigen Zeitpunkt kommt und alle mitmachen müssen.

Conny MiltenbergerConny Miltenberger

Die Corona-Pandemie hat auch deinen Arbeitsalltag verändert. Hast du etwas aus der Krise gelernt, das du auch künftig bei deiner Arbeit beibehalten willst?

Die Krise hat mir bewusst gemacht, wie sehr ich den persönlichen Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen vermisse.

Wir als Betriebsratsgremium waren gemeinsam mit den Vertrauensleuten vor der Corona-Pandemie sehr viel schneller und näher an allen Kolleginnen und Kollegen dran. Ein Aushang kann in meinen Augen kein persönliches Gespräch oder eine Aktion ersetzen.

Was ich beibehalten möchte: Wenn möglich will ich das ein oder andere Telefongespräch durch eine Videokonferenz ersetzen, da ich meinem Gegenüber sehr gerne in die Augen schaue.

Was hältst du von der Kampagne "Solidarität gewinnt!" und warum ist diese gerade jetzt notwendig?

Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten. (Albert Einstein)

Ich finde die Kampagne großartig und wünsche mir sehr, dass alle Branchen jetzt zusammenhalten - selbst wenn sie noch nicht betroffen sind.

Wir müssen gemeinsam zeigen, dass wir es ernst meinen und nicht kampflos zusehen, wie unsere Kolleginnen und Kollegen entlassen werden oder wie Tarifverträge untergraben werden.

Deswegen appelliere ich an alle Metallerinnen und Metaller: Lasst uns den Arbeitgebern zeigen, wie die geballte Kraft der IG Metall BaWü aussieht, denn es kann uns alle irgendwann treffen.

Gewinnen die ersten Arbeitgeberverbände, wittern auch Arbeitgeber anderer Branchen Chancen für Sparprogramme und Jobabbau und das dürfen WIR nicht zulassen.

Welche potentiellen Themen siehst du, die sich in eurem Betrieb im Rahmen der Kampagne bearbeiten ließen? Wie geht es jetzt weiter?

Da unsere Arbeitgeberin ihre Hausaufgaben gemacht und sehr schnell auf die aktuelle Situation reagiert hat, sind wir im Moment in der glücklichen Lage, keine Kurzarbeit mehr zu benötigen.

Unsere aktuellen Themen im Betrieb sind Urlaub, Kinderbetreuung und Gesundheitsschutz, aber auch die politischen Forderungen der Kampagne sind für uns hier vor Ort sehr wichtig.

Der Betriebsrat und die Vertrauensleute werden sich den für unseren Betrieb wichtigsten Punkt zu "Solidarität gewinnt!" auswählen und die Kampagne tatkräftig unterstützen.

DGB-Gewerkschaften setzen Zeichen

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter stehen vor dem Willi-Bleicher-Haus zusammen und setzen ein Zeichen für eine solidarische, friedliche Gesellschaft.

Nachdem das Willi-Bleicher-Haus in Stuttgart von der rechtsextremen Identitären Bewegung mit Bengalos und einer Hassbotschaft angegriffen wurde, standen Gewerkschafter vor diesem zusammen und setzten ein Zeichen für unsere Grundwerte, Demokratie und eine solidarische und friedliche Gesellschaft.

Und sie machten klar: Hier ist kein Platz für Hass und Hetze!

Zur Pressemitteilung des DGB.

SymbolbildPressemeldung des DGB

Ergebnis der Umfrage zum Corona-Newsletter

380 Antworten in durchschnittlich 1 Minute 41 Sekunden. Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, um an unserer Umfrage zum Corona-Newsletter teilzunehmen.

Symbolbild

Wir nehmen Eure Antworten und Anregungen auf und bemühen uns, den Newsletter mit relevanten Informationen zu bestücken. Besonders rechtliche Tipps und betriebliche Beispiele sind bei vielen von Euch von großem Interesse.

Darüber hinaus habt ihr unsere Vermutung bestätigt, dass es nun darum geht, nach vorne zu schauen und die Corona-Info abzulösen. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, den Newsletter beizubehalten, ihn aber umzubenennen und aktuelle Inhalte zu Beschäftigung zu liefern.

Ergebnisse der Umfrage

Ergebnisse der UmfrageFrage: Inwieweit stimmst Du folgenden Aussagen zu?

Ergebnisse der UmfrageFrage: Folgende Themen interessieren mich besonders (mehrere Antworten möglich)?

Ergebnisse der UmfrageFrage: Ich kenne den Telegram-Kanal der IG Metall Baden-Württemberg?

28. Mai 2020

Auf Kosten der Beschäftigten?

Angriff auf elementare Arbeitnehmerrechte. Erhalt von Gesundheit und Arbeitskraft der Beschäftigten gefährdet.

Kürzung von Kurzarbeitszuzahlungen, Streichung tariflicher Entgeltbausteine, Beschneidung der Spätschichtzuschläge - diese Forderungen hat der Arbeitgeberverband Südwestmetall kürzlich vorgestellt. Ein Angriff unter vielen: Etliche Arbeitgeber und Verbände wollen die Corona-Krise nutzen, um Arbeitsplätze abzubauen oder Tarif-Standards zu senken.

Das lehnt die IG Metall Baden-Württemberg entschieden ab.

Bezirksleiter Roman Zitzelsberger:
Statt plumper Angriffe auf Arbeitnehmerrechte und Tarifverträge brauchen die Beschäftigten und ihre Familien gerade jetzt Sicherheit und Perspektiven. Potenziellen Kosteneinsparungen müssen zwingend belastbare Zusagen zur Beschäftigungssicherung gegenüberstehen. Im Konzept der Arbeitgeber kommt das aber nicht vor und dagegen wehren wir uns.

Resolution "Solidarität gewinnt!":
PDF-Datei

Flugblatt: PDF-Datei

Petition unterschreiben: Campact.de

Solidarität gewinnt! Stark in rauen Zeiten!

Video der IG Metall Baden-Württemberg

SymbolbildVideo auf YouTube ansehen

Jetzt kommt es darauf an!

Die Arbeitgeber nutzen die Krise, um tarifliche Standards und die Mitbestimmungsrechte anzugreifen. Aber Tarifverträge gelten in guten und in schlechten Zeiten, deshalb jetzt zusammenstehen und die Herausforderungen offensiv und solidarisch angehen.

Video auf YouTube.

Tarif-Newsletter vom 20. Mai 2020

Im jüngsten Tarifabschluss haben sich die Tarifpartner auf Gespräche zur Bewältigung der Corona-Krise verständigt. Zum Auftakt gab es aber vor allem Forderungen der Arbeitgeberseite - ohne die Interessen der Beschäftigten zu berücksichtigen.

Im Zuge der Corona-Pandemie greifen die Arbeitgeber tarifliche Errungenschaften an - Unsere Antwort: Solidarität und Widerstand

Roman Zitzelsberger: Die Corona-Krise verursacht die größten wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen seit dem zweiten Weltkrieg - das setzt unsere Betriebsräte massiv unter Druck und noch nie war es so wichtig, Teil einer starken Gewerkschaft zu sein. Wir dürfen den Angriff der Arbeitgeber nicht unbeantwortet lassen. Denn: Solidarität gewinnt!

Download: Tarif-Newsletter (PDF-Datei).

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