Sozial-ökologische Mobilitätswende

IG Metall - Pressemitteilung

23.05.2019 IG Metall Baden-Württemberg für sozial-ökologische Mobilitätswende - Bezirksleiter Zitzelsberger: "Technischer Fortschritt muss mit sozialem Fortschritt einhergehen" - PM 17/2019 - BILDER

Leinfelden-Echterdingen - Die Bundesregierung muss ihre Industriepolitik im Zuge des digitalen und automobilen Wandels so gestalten, dass sie die Innovationsfähigkeit der Unternehmen steigert und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen sicherstellt. Mit dieser Forderung wirbt die IG Metall Baden-Württemberg auf ihrer jährlichen Bezirkskonferenz vor rund 200 Delegierten und Gästen in Leinfelden-Echterdingen für eine sozial-ökologische Mobilitätswende, die Beschäftigungsrisiken minimiert und Unternehmen wie Politik in die Pflicht nimmt.

Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg: "Der Umbruch wird nur zu bewältigen sein, wenn alle Akteure verstehen, dass nachhaltige Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz und eine funktionierende Wirtschaft mit guten und sicheren Arbeitsplätzen drei Dinge sind, die zusammengehören."
Klar sei auch: Dieser Wandel koste viel Geld. Bei der Debatte über die Besteuerung fossiler Brennstoffe wie Benzin, Heizöl, Gas und Kohle müsse deshalb auch mitgedacht werden, die Transformation so sozial verträglich wie möglich zu gestalten. Zudem spricht sich die IG Metall für ein Transformations-Kurzarbeitergeld aus. Dieses soll vom Strukturwandel bedrohten Beschäftigten helfen, sich weiterzubilden und Entlassungen verhindern. Zitzelsberger: "Der technische Fortschritt muss mit sozialem Fortschritt einhergehen."

IG Metall - Roman Zitzelsberger

Laut der IG Metall ist konkretes Handeln dringender geboten denn je; insbesondere China prescht bei neuen Technologien rund um Mobilität voran. "Elektromobilität, autonomes Fahren und neue Mobilitätsdienste sind keine vorübergehenden Moden, sondern zukunftsentscheidend für die Automobilindustrie", so Zitzelsberger. "Unser Anspruch ist, die industrielle Basis in Baden-Württemberg so zu erneuern, dass die neue Generation von Autos an den bestehenden Standorten gebaut werden kann und es für die knapp 470.000 Beschäftigten in der Autowirtschaft im Südwesten auch in Zukunft sichere Arbeitsplätze gibt." Dazu müsse die gesamte elektro-mobile Wertschöpfungskette mitsamt der Fertigung von Batteriezellen vor Ort beherrscht werden.

Entsprechend ihres Mottos zur 70. Ordentlichen Bezirkskonferenz - "Miteinander für Morgen, solidarisch und gerecht" - versteht sich die IG Metall zunehmend als Impulsgeber für entscheidende Schritte Richtung Zukunft. Nicht nur gegenüber Arbeitgebern und Politik, sondern auch ganz praktisch im Betrieb: Dort unterstützen eigens für die Transformation eingestellte Gewerkschaftssekretäre die Betriebsräte und Vertrauensleute bei den Veränderungsprozessen in Werkhallen, Abteilungen und Büros.

Dabei gilt in allen Branchen: "Tarifverträge und Mitbestimmung sind der Schlüssel für eine moderne und gute Arbeitswelt", so Zitzelsberger. "Die Stärkung der Tarifbindung, die Beteiligung von Belegschaften und der Aufbau von Mitbestimmungsstrukturen in den Betrieben bleiben wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit vor Ort." In den Branchen der IG Metall Baden-Württemberg arbeiten mehr als 600.000 der insgesamt rund 1,1 Millionen Beschäftigten in Betrieben ohne Tarifvertrag. Erst in der vergangenen Woche hat die IG Metall bei einer dreitägigen Ansprache-Aktion in 16 Betrieben in und um Mannheim mehr als 4100 Menschen erreicht und unter anderem über die Vorteile von Tarifbindung informiert.

IG Metall - Miteinander für Morgen

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung eines gemeinschaftlichen Vorgehens: "Sozialpartnerschaft, Tarifautonomie und Mitbestimmung sind Eckpfeiler unseres wirtschaftlichen Erfolgsmodells. In einer Zeit vielfältiger Transformationsprozesse kommt es mehr denn je darauf an, die Zukunft gemeinsam erfolgreich zu gestalten. Ich danke allen Delegierten herzlich für ihr großes Engagement und bin überzeugt, dass wir mit dem Strategiedialog Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg den richtigen Weg gehen."

Der DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann wünscht sich hingegen noch mehr Einsatz der Politik: "Die IG Metall leistet ihren Beitrag zum Gelingen der Mobilitätswende und zur Sicherung von Beschäftigung im Land. Dasselbe erwarte ich von der Automobilwirtschaft und selbstverständlich auch von der Politik. Leider macht sich unsere Landesregierung bisher nicht für eine bessere Tarifbindung stark. In Zeiten des Umbruchs brauchen wir außerdem wirkungsvolle Maßnahmen zu Weiterbildung und Qualifizierung. Die Beschäftigten müssen mit den Anforderungen Schritt halten können. Deshalb muss die Politik hierfür den Rahmen schaffen mit einer guten Qualifizierungs- und Weiterbildungspolitik. Und die Arbeitgeber müssen den Beschäftigten ermöglichen, sich rechtzeitig und passgenau weiterzubilden."

Bilder: Fotograf Martin Storz/Graffiti

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70. Ord. Bezirkskonferenz - Progamm

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IG Metall Baden-Württemberg - Geschäftsbericht 2018/2019

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Letzte Änderung: 28.05.2019