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Kritik an Kahlschlagpolitik bei HP

IG Metall Pressedienst

01.02.2013 Standortschließung in Rüsselsheim wirft dunkle Schatten auf IT-Konzern - IG Metall übt scharfe Kritik an Kahlschlagpolitik bei HP - IG Metall Pressedienst 4/2013

Stuttgart - Das Management der HP der Deutschland GmbH will weitere 1.100 Stellen im Bereich Enterprise Services abbauen und gleichzeitig den Standort Rüsselsheim schließen. Darüber informierte das deutsche Management im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Freitagvormittag in der Böblinger Unternehmenszentrale.

Jörg Hofmann

Hofmann: Kontraproduktive Entscheidung
"Mit einer in die Zukunft gerichteten und weitsichtigen Personalpolitik hat das absolut nichts zu tun. Mit der Ausweitung des Stellenabbaus und der angekündigten Standortschließung sägt das Management bei HP an dem Ast, auf dem sie selbst sitzen", bringt der baden-württembergische IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann seine Ablehnung der Entscheidung des HP Managements zum Ausdruck. "Das IT-Dienstleistungsgeschäft benötigt in hohem Maße Zuverlässigkeit, solide Auftragsbearbeitung, innovative Lösungen und motivierte Beschäftigte. In all diesen Punkten ist diese Entscheidung kontraproduktiv".

Schild: IG Metall wird nicht tatenlos zuschauen
Armin Schild, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte hebt hervor: "Diese, gegen die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat durchgesetzte, Entscheidung zur Schließung des HP Standortes in Rüsselsheim ist ein Fehler und ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Die IG Metall wird gemeinsam mit dem Betriebsrat und ihren Mitgliedern bei HP, nicht tatenlos zuschauen, wie 1.100 qualifizierte Jobs bei HP im Rhein-Main Gebiet einem fragwürdigen Handstreich-Manöver zum Opfer fallen."

Johannes Katzan

Katzan, Müller: Dagegen gestimmt
"Die Beschäftigten sollen hier für Managementfehler gerade stehen, ohne das eine Strategie erkennbar wird, wohin sich HP in Deutschland entwickeln soll. Wir fordern eine langfristige Personalplanung und Entwicklungsmöglichkeiten für die Beschäftigten im Konzern, an Stelle einer kurzfristigen Kahlschlagpolitik!", begründen die Aufsichtsratsmitglieder Johannes Katzan (IG Metall) und Thomas Müller (verdi) der HP Deutschland GmbH ihre Gegenstimmen zu den Plänen der Geschäftsführung.

Im Dezember 2012 wurde ein Freiwilligenprogramm zwischen Gesamtbetriebsrat und Geschäftsführung vereinbart. Darin wurden die Rahmenbedingungen für den Abbau von zunächst 450 Stellen im Bereich des HP-Produktgeschäftes in einem freiwilligen Programm geregelt und gleichzeitig Eckpunkte eines Altersteilzeitmodells sowie ein Qualifizierungsprogramm vereinbart. Diese Vereinbarung sollte im Rahmen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit Basis für die anstehenden Umstrukturierungen des Unternehmens sein.

Hornung: GBR wurde nicht einbezogen
"Wir sind empört, dass wir in die Planungen des Managements nicht einbezogen wurden. Wer von uns vertrauensvolle Zusammenarbeit erwartet, muss auch seinen Teil dazu beitragen", kommentiert der HP Gesamtbetriebsratsvorsitzende Günter Hornung das aktuelle Vorgehen des Managements.

Ansprechpartner für Presseanfragen:
Johannes Katzan, Unternehmensbeauftragter der IG Metall
Günter Hornung, Gesamtbetriebsratsvorsitzender HP
Volker Stichter, Betriebsratsvorsitzender HP Rüsselsheim
Martin Sperber-Tertsunen, IG Metall Darmstadt

Letzte Änderung: 30.04.2013

Creative Commons License 3.0: BY-NC-ND

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