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IG Metall Baden-Württemberg

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IG Metall Pressedienst 19/2012

IG Metall Pressedienst

22.03.2012 IG Metall macht Lösungsvorschlag zur Übernahme der Ausgebildeten und fordert Angebot der Arbeitgeber ein - Tarifverhandlungen auf 19. April vertragt

In der zweiten Verhandlungsrunde für die 800.000 Beschäftigten der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die Tarifparteien haben sich ohne Ergebnis auf den 19. April 2012 vertagt.

Lösungsvorschlag zur Übernahme der Auszubildenden

Die IG Metall hat in den Gesprächen ihren Lösungsvorschlag für die von den Arbeitgebern abgelehnte Übernahme der Auszubildenden eingebracht (siehe Anlagen).

Der Chef von Südwestmetall, Dr. Rainer Dulger, hatte in einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten beklagt, die Forderung der IG Metall sei in den Betrieben und bei den Arbeitgebern nicht so angekommen, wie IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann sie darstelle. Hofmann hatte die Arbeitgeber aufgefordert, statt ideologischer Aufrüstung sachliche Information in den Vordergrund zu rücken.

IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann

Fakten und Argumente auf den Tisch

"Wer zugehört hat, weiß was die IG Metall fordert. Aber spätestens nach Präsentation unseres Lösungsvorschlages kann nicht mehr mit falschen Behauptungen gearbeitet und die eigene Mitgliedschaft im Arbeitgeberlager und die Öffentlichkeit verunsichert werden." Dazu zähle auch "das Gerede, die IG Metall fordere die Verbeamtung der Azubis" sowie die Behauptung "unsere Forderung koste Ausbildungsplätze, da zusätzliche Ausbildung, über den Bedarf hinaus, nicht mehr möglich sei." Deshalb forderte Hofmann: "Jetzt müssen Fakten und Argumente auf den Tisch. Ideologische Schützengräben bringen uns keiner Lösung näher."

Kein Angebot der Arbeitgeber

Verärgert war die Verhandlungskommission der IG Metall allerdings auch, weil von Arbeitgeberseite noch kein Angebot vorgelegt wurde. So werde unnötig Zeit vertrödelt, hieß es aus Verhandlungskreisen. "Es ist fast schon fahrlässig, wenn eine boomende Branche mit vollen Auftragsbüchern und hervorragender Auslastung ohne Not von den Arbeitgebern in einen Konflikt getrieben wird", kritisierte Hofmann nach den Verhandlungen. "Es war genug Zeit. Die Tarifrunde kommt nicht überraschend und die wirtschaftlichen Daten sind bekannt. Aber offensichtlich will man die Beschäftigten hinhalten. Die Antwort auf diese Taktik werden die Beschäftigten dann spätestens Anfang Mai geben. Bis dahin ist noch Zeit in freien Verhandlungen und ohne Warnstreiks zu einem Ergebnis zu kommen."

5.000 Metaller zeigen Unterstützung

Bereits vor Verhandlungsbeginn hatten gut 5.000 Metaller vor dem Verhandlungslokal die Forderungen der IG Metall untermauert. Mit Bausteinen errichteten sie dort einen Wall gegen prekäre Beschäftigung. Jeder Baustein symbolisierte eine betriebliche Vereinbarung zur Begrenzung von Leiharbeit oder der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden. Insgesamt wurden seit letzten November 240 dieser Regelungen im Bezirk getroffen.

Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde 6,5 Prozent mehr Geld, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten sowie wirksame Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit.

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Letzte Änderung: 22.03.2012

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