Die IG Metall wächst - Tarif-Kampagne

IG Metall - Pressemitteilung

21.01.2019 IG Metall Baden-Württemberg wächst auf über 441.000 Mitglieder - Neue Kampagne zur Tarifbindung startet - Pressemitteilung 2/2019 - BILDER, SWR-Beitrag

Stuttgart. Für die IG Metall Baden-Württemberg war 2018 eines der erfolgreichsten Jahre ihrer Geschichte. Ende Dezember betrug der Mitgliederstand 441.146, das entspricht einem Plus von 8.134 Mitgliedern gegenüber Dezember 2017. Die Zahl der Neuaufnahmen erreichte mit 35.817 Rekordniveau (plus 50 Prozent gegenüber Vorjahr) und lag im achten Jahr in Folge deutlich über den Austritten und Streichungen.

Bezirksleiter Roman Zitzelsberger: "Der hohe Zuwachs zeigt, dass wir mit unseren Themen den Nerv der Zeit treffen. Während der Metall- und Elektrotarifrunde 2018 haben sich zahlreiche Beschäftigte für eine Mitgliedschaft entschieden, insbesondere die seit 2019 geltenden neuen Wahlmöglichkeiten bei den Arbeitszeiten sind für viele Menschen attraktiv."

Die Zahl der betriebsangehörigen Mitglieder stieg gegenüber dem Vorjahr um 5.039 auf 314.880. Damit hat die IG Metall Baden-Württemberg ihre Stärke von vor der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 nicht nur wieder erreicht, sondern sogar übertroffen. Zuwächse gab es auch bei jungen Beschäftigten unter 27 Jahren, Angestellten und Frauen.

IG Metall - Tarif jetzt!

Zehntausende Beschäftigte profitieren von Tarifbindung

Zudem zeigen die Anstrengungen Wirkung, mehr Menschen in Tarifbindung zu bringen. Seit der Metall- und Elektrotarifrunde 2016 profitieren in Baden-Württemberg mehr als 33.300 Beschäftigte in 106 Betrieben erstmals oder wieder von einer Tarifbindung, 2019 werden diese Bemühungen mit der neuen Kampagne "Tarif jetzt!" (Link) weiter verstärkt.
"Die Kampagne thematisiert die Vorteile von Arbeit zu Tarifbedingungen und soll Beschäftigte motivieren, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen", so Zitzelsberger.

Die Internetseite Tarif-jetzt.de informiert rund um Tarifbindung und wie sie zu erreichen ist, beworben wird das Thema zusätzlich auf Großflächenplakaten, Kneipen-Postkarten und in den sozialen Medien. Die Internetseite geht mit der Pressekonferenz online. Bis 2025 will die IG Metall weitere 100.000 Beschäftigte in Tarifbindung bringen, derzeit arbeiten in ihren Branchen in Baden-Württemberg rund 600.000 Menschen in Betrieben ohne Tarifvertrag.

IG Metall - Digitalisierung

Wandel der Arbeitswelt als größte Herausforderung

Nicht zuletzt tragen Tarifverträge dazu bei, den anstehenden Wandel in der Arbeitswelt besser zu bewältigen. Veränderungen durch die Digitalisierung von Produkten und Produktionen sowie neue Technologien rund um die Zukunft des Automobils stellen laut Zitzelsberger für Beschäftigte und IG Metall die größte und anspruchsvollste Aufgabe der kommenden Jahre dar.

Klares Ziel der IG Metall ist, die Herausforderungen mit allen Beschäftigten zu meistern, "das gelingt nur mit guten und sicheren Arbeitsplätzen und umfassender Qualifizierung." Der Wandel müsse ökologisch nachhaltig erfolgen, aber auch die hiesige Industrie als Basis für Wohlstand erhalten. Dazu werde die IG Metall entsprechende Forderungen an Politik, Gesellschaft und Unternehmen stellen. Der Bezirk Baden-Württemberg wird die Veränderungen in den Betrieben mit einem 6-köpfigen Kompetenzteam für Digitalisierung und Elektromobilität unterstützen.

Mehr als 50.000 wählen Zeit statt Geld

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Umsetzung der Arbeitszeitregeln aus dem Tarifabschluss 2018: Mehr als 50.000 Beschäftigte in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben in ihrem Betrieb einen Antrag gestellt, 2019 anstelle einer Entgelterhöhung acht zusätzliche freie Tage zu nehmen; diese Möglichkeit sieht der Tarifvertrag für Beschäftigte in Schicht, mit Kindern bis 8 Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen vor. Rund drei Viertel der Anträge stammen von Beschäftigten im Schichtbetrieb.

Bis Ende 2018 haben Betriebsräte und Geschäftsleitungen über Möglichkeiten der Umsetzung beraten, "nach unseren Erkenntnissen lief das in den meisten Unternehmen lösungsorientiert und rund 90 Prozent der Anträge wurden bewilligt." Pauschale Ablehnungen gab es nur vereinzelt, damit würden sich die Unternehmen letztlich selbst schaden, meint Zitzelsberger: "Beschäftigte arbeiten heute so flexibel wie nie zuvor. Wenn nun Unternehmen meinen, umgekehrt keinerlei Entgegenkommen zeigen zu müssen, müssen sie sich darauf einstellen, dass ihre Beschäftigten auch nicht mehr für Sonderschichten und Mehrarbeit zur Verfügung stehen."

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Letzte Änderung: 08.04.2019