Springe direkt zu: Seiteninhalt, Hauptmenü, Bereichsnavigation

IG Metall Baden-Württemberg

Erfolgreich in Baden-Württemberg

IMK Report Nr. 107

IMK Report Nr. 107

29.10.2015 Finanzmarktstabilität in Zeiten unkonventioneller Geldpolitik

In einzelnen europäischen Ländern bewegen sich die Vermögenspreise in Folge der Niedrigzinspolitik und Quantitativen Lockerung auf einem Niveau, das erhöhte Wachsamkeit verlangt. Gefordert ist nicht die Geldpolitik im engeren Sinne, deren Kurs angesichts der wirtschaftlichen Lage im Euroraum stark expansiv sein muss, sondern der neu geschaffene Bereich der makroprudentiellen Regulierung. Noch muss die makroprudentielle Regulierung dabei nicht restriktiv ausgerichtet sein, weil das Kreditwachstum der privaten Haushalte und Unternehmen im Euroraum trotz der geldpolitischen Maßnahmen verhalten bleibt. Während die deutschen Banken auf das Niedrigzinsumfeld bisher nicht mit einer vermehrten Risikoaufnahme reagieren, gibt es im Bereich der Schattenbanken (Geldmarktfonds, Investmentfonds, Versicherungen und Pensionskassen) erste Anzeichen für eine vermehrte Risikoübernahme. Da diese zum Teil bankähnliche Geschäfte betreiben, die keiner entsprechenden Regulierung unterliegen, sollte sich die Finanzmarktaufsicht und -regulierung in Deutschland mehr als bisher den Schattenbanken zuwenden. Die Risiken für die Finanzmarktstabilität steigen umso mehr, je länger die Niedrigphase andauert. Eine stärkere fiskalpolitische Flankierung der expansiven Geldpolitik wäre daher auch mit Blick auf die Finanzmarktstabilität sinnvoll.

Letzte Änderung: 24.10.2015

Creative Commons License 3.0: BY-NC-ND

Gemeinsam stark.

Mitmachen!

Wir. Die IG Metall.
Online beitreten

Adresse:

IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg | Stuttgarter Straße 23 | D-70469 Stuttgart
Telefon: +49 (711) 16581-0 | Telefax: +49 (711) 16581-30 | E-Mail:

Service: